baramundi Management Suite 2017 R2: Erweiterte Inventarisierung von Netzwerkgeräten und Software

    baramundi Management SuiteRund ein halbes Jahr nach der Version 2017 legt die Augs­burger baramundi AG das Release 2017 R2 seiner Client-Management-Soft­ware nach. Es bringt vor allem Verbes­serungen im Modul Network Devices und schließt die Neuent­wicklung von Inventory ab. Zudem unter­stützt der Agent nun die Kommuni­kation über IPv6.

    Die wichtigste Neuerung der Version 2017 bestand in der Einführung des Moduls Network Devices, mit der sich Router, Switches und andere Geräte im Netzwerk erfassen und visualisieren lassen. baramundi sieht darin einen weiteren Schritt in seiner Mission, Endgeräte jeglicher Art verwalten zu können.

    Nach der Übernahme der Firma durch den Mechatronik-Hersteller Wittenstein SE im zweiten Quartal dieses Jahres dürften sich diese Ambitionen künftig auf IoT ausweiten, um etwa auch Daten von Sensoren oder Maschinen zu aggregieren und auszuwerten.

    Verbesserte IT-Landkarte

    Erwartungsgemäß ließ die Version 1.0 von Network Devices einigen Raum für Verbesserungen. Daher liegt der Schwerpunkt der baramundi Management Suite (bMS) 2017 R2 auf neuen und erweiterten Funktionen für dieses Modul.

    Das Release 2 bMS 2017 bringt eine neue Visualisierung aller gefundenen Netzwerkgeräte.

    Wesentliche Fortschritte meldet der Hersteller hier bei der Visualisierung von Netzwerk­topologien. Die grafische Darstellung der IT-Landkarte mit einem neuen Layout erleichtert das Auffinden von bestimmten Geräten oder das Erkennen blockierter Routen.

    Neu sind Gerätefilter, die besonders in großen Umgebungen die Navigation erleichtern. Geräte lassen sich damit anhand ihrer IP- oder MAC-Adresse sowie über den Hostnamen ermitteln. Diese Suche unterstützt auch Wildcards.

    Diagnose von Verbindungsstörungen

    Um bei Verbindungs­störung mehr Informationen zu den betroffenen Netzwerken zu erhalten, zeigt die IT-Landkarte im Release 2017 R2, an welchem Port eine Verbindung angeschlossen ist.

    Anzeige der Ports in der IT-Landkarte

    Anhand der visuellen Darstellung kann der IT-Administrator auch prüfen, ob eine Fallback-Verbindung existiert. Dabei ist der Verbindungstyp (Spanning Tree Protocol (STP), Forwarding Database (FDB)) ersichtlich.

    Die IT-Landkarte dient nicht nur der interaktiven Nutzung, etwa beim Troubleshooting, sondern lässt sich auch für die Dokumentation heranziehen. Zu diesem Zweck unterstützt sie den Export in verschiedene Formate (Visio, PDF und SVG).

    Überarbeitete Inventarisierung

    Eine weitere Baustelle in der baramundi Management Suite stellte das Refactoring des Moduls Inventory dar. Dieses begann mit der Version 2016, und nun meldet der Hersteller den Abschluss dieses Projekts.

    Ein Ergebnis dieser Maßnahme besteht darin, dass die Verarbeitung und Darstellung auch sehr großer Datenmengen in der neuen Software-Gruppenansicht performant und übersichtlich erfolgt.

    Neue Software-Gruppenansicht inklusive Update-Status

    Außerdem ist Gesamt­zustand einer Produktlinie, die über baramundi Managed Software aktualisiert wird, in der Software-Gruppenansicht mit Hilfe eines Icons erkennbar.

    Client-Management über das Internet

    Zu den weiteren Verbesserungen der bMS 2017 R2 gehört, dass das Internet-Enabled Endpoint Management (IEM) um Support für IPv6 erweitert wurde. Die Kommunikation zwischen baramundi Management Agent (bMA) und bGateway kann nun somit auch über diese Version des Protokolls erfolgen.

    Die Unterstützung von IPv6 bildet die Grundlage dafür, dass sich nun auch Geräte verwalten lassen, die über DirectAccess an das Firmennetz angebunden sind. Aus diesem Grund muss für diese Clients ein bGateway vorhanden und über IPv6 erreichbar sein.

    Die baramundi Management Suite 2017 R2 ist ab November verfügbar. Der Management-Server und das Gateway unterstützen bereits Windows Server 2016, allerdings nicht in der Installations­variante Server Core.

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