baramundi Management Suite 2019: GUI-Tool für Windows-Images, erweiterter Support für Android Enterprise

    baramundi Management Suite 2019 R1Die baramundi software AG ver­öffent­lichte die Version 2019 ihrer Soft­ware für das End­point Manage­ment. Zu den wich­tigsten Neuerungen ge­hören das OS Customization Tool, zusätz­liche Ansichten für das Self-Service-Portal, weitere Richt­linien für Android Enterprise sowie Mail-Benach­richtigungen zu Jobs.

    Nachdem der Augsburger Hersteller 2018 mit seinem zweiten Release ein neues Modul für das Lizenz-Management und ein neues Self-Service-Portal eingeführt hatte, legt er in der Version 2019 R1 mit weiteren neuen Features sowie mit der Pflege und Erweiterung bestehender Funktionalität nach.

    Anpassung von Windows-10-Images

    Zu den neuen Komponenten zählt das OS Custo­mization Tool, ein GUI-Werkzeug, mit dem sich System­abbilder von Windows 10 anpassen lassen, bevor sie der Administrator auf die Rechner verteilt.

    Grundsätzlich kann man diese Aufgabe auch mit einem Mix aus diversen Bordmitteln wie dem Kommando­zeilen­programm DISM oder PowerShell bewältigen. Angesichts der Fülle von Einstellungen fällt das Anpassen von OS-Images mit dem grafischen Tool von baramundi aber ungleich leichter.

    Die bMS 2019 bringt ein grafisches Tool zum Anpassen von Windows-Images.

    Zu seinen Fähigkeiten gehören das Aktivieren bzw. Deaktivieren von optionalen Features, das Ent­fernen mitgelieferter Apps und das Einspielen von Patches, so dass ein frisch installierter Rechner sofort über die aktuellen Sicherheits-Updates verfügt.

    Das OS Customization Tool kann auch das Design von Windows 10 im Systemabbild konfigurieren.

    Darüber hinaus lässt sich mit dem OS Customization Tool auch das Aussehen des Systems konfi­gurieren, etwa durch Import eines einheitlichen Startmenüs.

    Zusätzliche Policies für Android Enterprise

    Die baramundi Management Suite (bMS) 2018 R2 brachte eine erste Unterstützung für Android Enterprise. Dabei handelt es sich um Googles offizielle Management-Schnittstelle für mobile Geräte, die hersteller­spezifische Interfaces wie Samsung Knox ablösen soll.

    Die Funktionen von mobilen Geräten lassen sich über Android Enterprise einschränken.

    Die bMS 2019 erweitert den Support für Android Enterprise nun um eine Reihe von Einstellungen. So kann der Administrator beispiels­weise die Kamera sperren, Screenshots unterdrücken oder das Zurücksetzen auf die Werks­einstellungen durch den Benutzer ver­hindern.

    Außerdem zeigt das Modul Mobile Devices den Compliance-Status von Geräten mit Android Enterprise und damit auch Verstöße gegen Firmen­vorgaben an.

    Gerätespezifische Ansicht im Self-Service-Portal

    Das neue Release erweitert das 2018 neu entwickelte Self-Service-Portal, welches der Hersteller als Kiosk bezeichnet. Dieses bot bis dato nur eine benutzer­zentrische Sicht, bei der Anwender nach der Anmeldung am Active Directory alle Endpoints sehen, an denen sie als registrierte Benutzer hinterlegt sind.

    Der bMS-Kiosk in der Geräteansicht

    Wird der Kiosk über den baramundi Management Agent (bMA) gestartet, dann erhält der Benutzer in der neuen Version ohne explizite Anmeldung die Ansicht des End­gerätes und der dafür freige­gebenen Jobs. Typischerweise handelt es sich dabei um solche für die Installation von Anwendungen. Möglich ist aber auch eine gemischte Ansicht, wenn sich der User zusätzlich am AD authentifiziert.

    E-Mails zu Job-Status

    Eine von den baramundi-Kunden häufig gewünschte Funktion, nämlich eine flexible Benach­richtigung der Admins über ihre Jobs und deren Status, setzt der Hersteller nun mit der Version 2019 ebenfalls um. Sie lässt sich entweder global oder nur für bestimmte System­verwalter aktivieren.

    Übersicht über konfigurierte Benachrichtigungen

    Der Inhalt der Nachrichten lässt sich mit Hilfe von Vorlagen festlegen. Solche gehören zum Liefer­umfang des Systems, können aber von den Anwendern geändert oder auch von Grund auf neu erstellt werden.

    Vorlage für eine Mail-Benachrichtigung in der bMS

    Bei der Definition von Benachrichtigungen kann der IT-Admin neben allgemeinen Informationen wie Name, Beschreibung und Status auch Bedingungen für den Versand der Mail einfügen. Dazu zählen der Zeitpunkt oder ein Ereignis, das eine Nachricht auslöst, typischer­weise das Auftreten eines Fehlers.

    Bedingungen für den Versand einer Mail-Benachrichtigung festlegen

    Weitere Neuerungen

    Die von baramundi mit DriveLock, einem Spezialisten für Laufwerks­verschlüsselung, geschlossene Partnerschaft manifestiert sich in der bMS 2019. Sie bietet Einsprungpunkte für die DriveLock-Konsole, so dass Admins bei jedem Windows-PC die Agent-Eigenschaften, Richtlinien­ergebnisse und einen Assistenten für die Freigabe von Geräten anzeigen können.

    Darüber hinaus unterstützt die neue Version jetzt auch Windows Server 2019 sowohl als verwalteten Endpunkt als auch als Management-Server.

    Eine weitere Verbesserung von Release 2019 erlaubt es, Distribution Installation Points (DIPs) von nicht mehr benötigten bzw. nicht freigegebenen Patch-Dateien zu bereinigen.

    Verfügbarkeit

    Die baramundi Management Suite 2019 ist ab sofort verfügbar. Eine kostenlose Testversion kann auf der Website des Herstellers angefordert werden.

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