Red Hat Enterprise Virtualization 3.0 als Beta verfügbar

    Die Virtualisierungssoftware Red Hat Enterprise Virtualization 3.0 steht ab sofort als Beta für alle Interessenten zum Download bereit (hier der Link). Red Hat stellte die Beta-Ausgabe RHEV zwar bereits im August vor. Bislang hatten jedoch nur ausgewählte Partner und Kunden die Möglichkeit, einen Blick auf die Software zu werfen.

    Red Hat Enterprise Virtualization basiert auf dem Hypervisor Kernel-based Virtual Machine (KVM), der auf Linux basiert. Ein Blick auf einige der wichtigsten Funktionen von KVM:

    Benutzerschnittstelle / Reporting

    Ein Portal mit einem “Self-Service-Benutzerinterface”. Damit können User Virtual Machines aufsetzen, Templates kreieren und das Ganze verwalten. Integriert ist eine “Reporting Engine”, die Berichte erstellt, etwa über die Auslastung und die Nutzung der virtualisierten und physischen Ressourcen.

    Anwendungsschnittstelle

    Über ein RESTful API können Managementanwendungen anderer Anbieter oder eigene Applikationen von Nutzern “andocken”. Ergänzt wird dies durch eine rollenbasierte Zugangskontrolle und die Option, abgestufte Zugriffs- und Verwaltungsrecht zu vergeben.

    WAN-Optimierung

    Ein Faktor, der häufig unterschätzt wird, vor allem in Cloud-Umgebungen, ist der Bandbreitenbedarf beim Fernzugriff auf Anwendungen und Daten. Spice-WAN-Optimierung komprimiert Dateien und passt die Einstellungen von Desktops, etwa die Farbtiefe, automatisch an die vorhandene Bandbreite an.

    Skalierbarkeit

    Red Hat Enterprise Virtualization unterstützt bis zu 160 Cores and 2 Terabyte Arbeitsspeicher pro Host-System. Damit lassen sich mehrere Hundert VMs auf einem Host betreiben. Pro Gast werden jetzt bis zu 64 Virtual CPUs unterstützt.

    Bessere Performance

    vhost-net: Der Netzwerk-Stack von KVM wurde in den Linux-Kernel verlagert. Die erhöht die Leistung und senkt die Latenzzeiten.

    Transparant Huge Pages: Diese neue Funktion erzeugt große Speicher-Pages von 2 Megabyte für Virtual Machines (statt bislang 4 Kilobyte). Dadurch sinkt die Rate der Speicherzugriffe, was wiederum der Performance von Workloads zugute kommt.

    X2paic ist ein paravirtualisierter Interrupt-Controller in der VM. Er verbessert die Leistungsfähigkeit von Gastbetriebssystemen bei Workloads, bei denen viele Interrupts anfallen.

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