Chromebook für Geschäftsanwender von Dell und Google

    Dell und Google wollen Geschäftskunden mobile Rechner mit dem Betriebs­system Chrome OS schmackhaft machen. In den USA kommt das Dell Premium Professional Chromebook 13 am 17. September auf den Markt. Bislang sind nur einige Basisinformationen verfügbar.

    Wie die Bezeichnung "13" bereits nahelegt, ist das System mit einem IPS-Display mit 13,3 Zoll und Full-HD-Auflösung (1920 X 1080 Pixel) ausgestattet. IPS-Bildschirme sind blickwinkelstabil und werden vorzugsweise bei höherwertigeren Notebooks und Ultrabooks verwendet. Dell will zwei Versionen anbieten: Ein Premium Professional Chromebook 13 mit einem "normalen" Display und eine Version mit einem Touch Panel.

    CPUs: Broadwell kommt

    Dell Chromebook 13 für Geschäftsanwender Die Prozessoren des Chromebook stammen von Intel. Es handelt sich um Core-i5-CPUs der fünften Generation, also "Broad­well"-Prozessoren. Die neuen Skylake-CPUs, deren erste Versionen seit Anfang August im Handel sind, bleiben vorerst außen vor. Der Grund ist, dass Intel zunächst Skylakes für Desktop-Rechner auf den Markt bringt. Neben dem Core i5 stehen Core-i3- und Celeron-CPUs zur Verfügung.

    Die Akku-Laufzeiten des Rechners gibt Dell mit bis zu 12 Stunden an. Unklar bleibt, bei welchen Tätigkeiten diese Zeiten erreicht werden, beispielsweise Texte schreiben bei deaktiviertem Bluetooth und WLAN oder beim energiesparendem Internet-Surfen bei einem stark gedimmtem Display.

    Noch ein technisches Feature: Der Arbeitsspeicher beträgt bis zu 8 GByte. Das "bis zu" ist der Beleg dafür, dass die Standardversion bestenfalls mit 4 GByte ausgeliefert wird.

    In Kombination Dell KACE, SonicWall und Dell Secure Mobile Access

    Für Unternehmensanwender wichtig sind Funktionen wie das Management und die Absicherung der Mobilsysteme. Für das Inventory-Management und Servicedesk-Funktionen ist die Dell-KACE-Management-Appliance zuständig. Die abgesicherte Verbindung zum Firmenrechenzentrum wird über die App Dell SonicWALL Mobile Connect (VPN) hergestellt. Die Daten werden somit über einen gesicherten VPN-Tunnel vom und zum Chromebook übermittelt.

    Erweiterte Sicherheitsfunktionen stellen die Secure-Mobile-Access-Appliance von Dell oder Next-Generation-Firewalls bereit. Unternehmen können weitere IT-Security-Features buchen, etwa einen URL-Filter und einen Browser-Schutz.

    Mit Desktop-Virtualisierung

    Die virtuellen Desktops werden über vWorkspace bereitgestellt, es handelt sich dabei um die Desktop-Virtualisierungssoftware der Dell-Tochter Wyse. Dell bietet sie als Teil der Dell Appliance for Wyse - vWorkstation an. Über den vWorkspace Connector for Chrome OS, der im Chrome Web Store erhältlich ist, können die Chromebooks auf Windows-Anwendungen zurgreifen.

    Für die Implementierung und das Management der Systeme ist Googles Cloud-Managementkonsole zuständig. Über sie werden Updates und Patches eingespielt und der Standort von Chromebooks ermittelt, die ihrem Besitzer abhanden kamen

    Preis

    In den USA bietet Dell die Basisversion des Premium Professional Chromebook 13 ab 399 Dollar ab. In Deutschland dürften angesichts des schwachen Euro mindestens an die 400 Euro fällig werden.

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