Cisco Tetration ermöglicht Echtzeitanalyse in Rechenzentren


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    Mit der Tetration-Analytics-Plattform will Cisco alle Vorgänge in Rechenzentren transparent machen. Das System, das als Appliance bereitgestellt wird, erfasst Millionen Daten-"Flows" pro Sekunde und wertet diese aus.

    Mit dem Analysesystem will Cisco laut dem Datenblatt drei Problempunkte beseitigen, die in Datacentern auftreten, in diesen Software-Defined-Techniken und Virtualisierung vorherrschen:

    • die Problematik, den Datenverkehr "quer" durch die Infrastruktur nachzuverfolgen,
    • die Schwierigkeit für Administratoren, die Abhängigkeiten zwischen Applikationen und der Rechenzentrums-Infrastruktur nachzuvollziehen und
    • die Herausforderung, die Umsetzung von Sicherheits-Policies in Echtzeit zu prüfen, etwa anhand von White Lists.

    Hardware- und Software-Sensoren

    Cisco Tetration Analytics - die ArchitekturTetration erfasst Daten mithilfe von Hardware- und Software-Sensoren. Die Hardware-Komponenten sind in den ASICSs von einigen Nexus-9000-Switches von Cisco integriert. Sie fragen netzwerkspezifische Daten ab, unter anderem Packet Bursts, die Nutzung von Puffer-Speichern, Latenzzeiten, die Zahl der Flows et cetera.

    Die Software-Sensoren ("Host Sensors") sind anfangs für virtualisierte Linux- und Windows-Server und Bare-Metal-Server (ebenfalls Linux und Windows) verfügbar. Die Unterstützung von Hypervisors und Container soll folgen. Die Software-Sensoren machen deutlich, wie Applikationen und Prozesse mit der IT-Infrastruktur interagieren.

    Hinzu kommen als dritte Komponente Datenquellen von Drittanbietern und entsprechenden Systemen, etwa Whois, Load-Balancing-Systemen und IP Watch Lists.

    Appliance im Format 39 RU

    Cisco Tetration - die Sensoren und DatenquellenLaut Cisco kann die Tetration-Plattform in jedem Rechenzentrum mit beliebigen Servern und beliebigen Netzwerk-Switches installiert werden. Den Kern bildet eine Appliance im Format 39 Rack Units. Sie umfasst 36 Server, 3 Switches und die dazugehörige Software. Alleine das macht deutlich, dass Tetration für größere Datacenter von Unternehmen und Service-Providern gedacht ist.

    Neben dem Monitoring der Rechenzentren übernimmt die Plattform Aufgaben wie die Unterstützung forensischer Untersuchungen und die Analyse der Kommunikations­muster von IT-Komponenten und Applikationen. Außerdem erstellt das System auf Wunsch automatisch Sicherheits- und Compliance-Regeln beziehungsweise prüft vorhandene Vorgaben.

    Eine weitere Funktion sind Prognosen über den künftigen Ressourcen-Bedarf in einem Rechenzentrum. Dazu greift Tetration auf aktuelle und historische Datensätze zurück. Auf Basis dieser Informationen können IT-Fachleute "Wäs-wäre-wenn"-Fragestellungen durchspielen.

    Das System soll ab Juli verfügbar sein.

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    Bild von Bernd Reder

    Bernd Reder ist seit über 20 Jahren als Journalist zu den Themen IT, Netzwerke und Telekommunika­tion tätig. Zu seinen beruflichen Sta­tionen zählen unter anderem die Fachtitel "Elektronik" und "Gateway".Bei der Zeitschrift "Network World" war Reder als stellver­tretender Chefredakteur tätig. Von 2006 bis 2010 baute er die Online-Ausgabe "Network Computing" auf.Derzeit ist Bernd Reder als freier Autor für diverse Print- und Online-Medien sowie für Firmen und PR-Agenturen aktiv.
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