Citrix und VMware: Geschäftszahlen im Vergleich


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    Citrix und VMware haben die Geschäftszahlen für das 4. Quartal und für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt gegeben. Die beiden Hersteller sind direkte Konkurrenten, deren Produktpaletten sich erheblich überschneiden. Daher profitieren sie gleichermaßen von der zunehmenden Nachfrage nach Lösungen für die (Desktop-)Virtualisierung. Allerdings konnte VMware deutlich stärker wachsen als Citrix.

    Noch im 4. Quartal 2007 lagen die beiden Rivalen gleichauf, Citrix meldete einen Umsatz von 399 Mio. Dollar, VMware von 412 Mio Dollar. Noch enger lagen die Umsätze für das gesamte Jahr 2007 beieinander: Citrix kam auf 1,391 Mrd. Dollar, VMware auf 1,33 Mrd. Dollar. Allerdings zeigte das Q4/2007 bei VMware mit einer Steigerung von 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr schon steil nach oben.

    Während der Krisenjahre 2008 und 2009 ging die Einkommensschere zwischen den beiden Konkurrenten nur moderat auseinander. Die aktuellen Zahlen für das Q4 2010 zeigen jedoch, dass zwar beide Firmen von den steigenden IT-Investionen profitieren, VMware aber wesentlich stärker wächst.

    Während Citrix beim Umsatz immerhin um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zulegte, schaffte VMware 37 Prozent. In absoluten Zahlen stehen damit 530 Mio. Dollar gegen 836 Mio. Dollar. Über das ganze Geschäftsjahr setzte Citrix 1,87 Mrd. Dollar um, VMware dagegen schon 2,9 Mrd. Dollar.

    Obwohl beide Hersteller ein ähnliches Produktportfolio anbieten, liegen ihre Tätigkeitsschwerpunkte in verschiedenen Segmenten. VMware verdient sein Geld vor allem mit der Server-Virtualisierung, während Citrix nach wie vor bei Application Delivery (inklusive Desktop-Virtualisierung) zu Hause ist. Wenn VMware sein Wachstum in diesem Tempo fortsetzen kann, wird es aufgrund seiner Position im Rechenzentrum auch bei virtuellen Desktops stärker Fuß fassen. Citrix muss sich jedenfalls in der ungewohnten Konkurrenzsituation gegen einen finanzstärkeren Mitbewerber zurechtfinden.

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