Citrix VDI-in-a-Box 5.2: Hypervisor-Update, Desktop Lock

    Citrix veröffentlichte VDI-in-a-Box 5.2, eine Lösung zur Einrichtung von zentralen virtuellen Desktops. Zu den wichtigsten Neuerungen zählt die Unterstützung für die aktuellsten Versionen der führenden Hypervisor, die engere Integration mit anderen Citrix-Produkten sowie die Möglichkeit, PCs als Thin Clients einzusetzen.

    Citrix positioniert VDI-in-a-Box als VDI-System für kleinere Installationen, da XenDesktop beim Einsatz im Mittelstand oder für taktische Implementierungen in größeren Firmen häufig als zu komplex gilt. Als besonderer Vorzug der Software, die ursprünglich von Kaviza entwickelt wurde, gilt die Replikation von Desktop-Images zwischen lokalen Platten von Cluster-Knoten, so dass auf Shared Storage verzichtet werden kann.

    Support für ESXi 5.1, Hyper-V 2012 XenServer 6.1

    Die Verbesserungen in der Version 5.2 fallen vor allem in 2 Kategorien: Einerseits die Unterstützung für die neuesten Plattformen, andererseits eine engere Verknüpfung mit den hauseigenen Produkten. Beide Aspekte standen bereits bei VDI-in-a-Box 5.1 im Vordergrund, das im 3.Quartal 2012 erschien und XenServer 6.0 unterstützte. Die Version 5.2 hält mit den Hypervisor-Updates Schritt, so dass sich virtuelle Desktops nun in VMs auf ESXi 5.1, Hyper-V 2012 und XenServer 6.1 betreiben lassen.

    Eher exotisch wirkt die Ankündigung, dass VDI-in-a-Box nun auch Windows Server 2012 als Desktop-System zulässt. Diese Option erscheint jedoch unter dem Gesichtspunkt interessant, virtuelle Desktops als Cloud-Service anzubieten. Citrix hatte dieses Modell unter der Bezeichnung Server Hosted VDI bereits mit Windows Server 2008 R2 verfolgt, weil Microsofts Lizenzbedingungen den Einsatz von Windows 7/8 dafür nicht zulassen.

    VM-Export nach XenDesktop

    In die Kategorie Integration mit anderen Citrix-Produkten fällt die Möglichkeit, die Lizenzen für VDI-in-a-Box über den License-Server zu verwalten, den viele Anwender von XenApp und XenDesktop ohnehin schon einsetzen. Hinzu kommt eine Exportfunktion für Desktop-Images, um sie in XenDesktop ausführen zu können. Und schließlich lassen sich virtuelle Desktops in den Cloud Gateway StoreFront aufnehmen, so dass sie neben Windows- und Web-Anwendungen über das Self-Service-Portal bezogen werden können.

    Eine wesentliche Neuerung der Version 5.1 bestand in der Integration von Personal vDisk, einer Software, die Citrix von RingCube übernommen hatte. Sie erlaubt die vom Desktop-Image getrennte Speicherung aller benutzerspezifischen Daten, also Einstellungen, Dokumente und selbst installierte Programme. VDI-in-a-Box 5.2 unterstützt nun die Verwendung separater Speichermedien, so dass für diesen Zweck beispielsweise SSDs eingesetzt werden können, um die Performance von virtuellen Desktops zu verbessern.

    Alte PCs als Thin Clients

    Zu den eigenständigen neuen Funktionen zählt das so genannte Desktop Lock, das den Einsatz von (alten) PCs als Thin Clients ermöglicht. Nach dem Laden des zentralen Desktops besteht keine Möglichkeit der Interaktion mit dem lokalen Betriebssystem mehr.

    Um das Update von VDI-in-a-Box zu vereinfachen, ist die Version 5.2 in der Lage, vorhandene Desktop-Agents automatisch zu aktualisieren. Über das HDX RealTime Optimization Pack, also eine zusätzliche Komponente, unterstützt das VDI-System nun auch VoIP-Anrufe und Video-Konferenzen über Microsoft Lync.

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