IBM stellt objektbasierten Speicherservice für die Cloud vor


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    IBM zählt weltweit und in Deutschland zu den führenden Anbietern von Cloud-Services. Angesichts der Dominanz von Amazon Web Services (AWS) und Microsofts Azure-Plattform wird dies häufig übersehen. So ist IBM mit seinen IaaS-Diensten (Infrastructure as a Service) nach Angaben der Marktforschungsfirma Experton Group vor allem in mittelständischen Unternehmen gut vertreten.

    Experton Group - Führende Anbieter von gemanagten IaaS-Cloud-Diensten in Deutschland 2015.Auch in den Bereichen Hybrid-Cloud sowie Platform as a Service ("IBM Bluemix") hat sich das Unternehmen einen Namen gemacht. Auf der Konferenz IBM Interconnect in Las Vegas stellte IBM jetzt einen objekt­basierten Cloud-Storage-Service vor. IBM Cloud Object Storage basiert auf Technologie, die sich IBM durch die Übernahme von Cleversafe ins Haus holte.

    Unternehmen haben die Wahl, wie sie objektorientierte Daten speichern möchten: im eigenen Rechenzentrum, in einer Hybrid-Cloud-Umgebung oder komplett in der Cloud. In den beiden letztgenannten Fällen werden Datenbestände oder ein Teil davon (bei Hybrid-Clouds) auf Storage-Systeme in Cloud-Rechenzentren von IBM beziehung­sweise Cleversafe transferiert.

    Object Storage as-a-Service ab dem zweiten Quartal

    IBM will die IBM Cloud-Object-Storage-Services ab dem zweiten Quartal anbieten. Vorgesehen sind drei Konfigurationen: Nearline, Standard und Dedicated.

    Beim "Nearline"-Modell wird die Cloud-Infrastruktur für das Speichern selten genutzter Daten verwendet. Typische Einsatzfelder sind die Archivierung und das Sichern (Backup) von Daten. Laut IBM soll dieser Service über "ausgewählte IBM Cloud-Rechenzentren" angeboten werden. Welche das sind, wurde nicht mitgeteilt. Vermutlich dürfte auch IBMs Cloud-Datacenter in Frankfurt am Main mit von der Partie sein.

    Standard- und Dedicated-Services

    Cleversafe setzt bei seiner Private-Cloud-Storage-Lösung auf Software Defined Storage.Die zweite Konfigurationsoption des Cloud-Object-Storage-Services ist "Standard". Neben einer höheren Performance bietet diese Version Schnittstellen zu Amazons Cloud-Storage-Dienst S3. Die Standard-Ausgabe kommt laut IBM für High-End-Anwendungen in Betracht, die S3-Object-Storage-APIs verwenden.

    "Dedicated" wiederum stellt einem Anwender ein Object-Storage-System bereit, das auf einem dedizierten Server in einem IBM- Cloud-Rechenzentrum läuft. Es ist als Managed-Service verfügbar. Der Nutzer kann es jedoch auch in Eigenregie verwalten. Dieses Modell kommt für Nutzer in Frage, die keine zusätzliche Hardware oder Fläche im Rechenzentrum für weitere Storage-Systeme erübrigen können oder wollen.

    Auch für dateiorientierte Anwendungen

    Die Dienste beziehungs­weise Hardware von IBM und Cleversafe sind in erster Linie für Anwender interessant, die große Datenmengen speichern und sichern müssen. So unterstützen die Storage-Komponenten von Cleversafe, auf denen Daten vor Ort beim Anwender gespeichert werden, bis zu mehrere 100 Petabyte.

    IBM Cloud Object StorageAllerdings sind Nutzer bei IBM Cloud-Object-Storage nicht auf objektbasierte Daten "festgenagelt". Auch dateiorientierte (File) Workloads werden unterstützt. Das ist wichtig, damit auch herkömmliche und Web-basierte Anwendungen den Storage-Service nutzen können.

    Daten können über eine Object-Schnittstelle wie Swift oder S3 gelesen und geschrieben werden. Außerdem werden Protokolle beziehungsweise File-Systeme wie NFS und SMB unterstützt.

    Zu den Preisen von IBM Cloud Object Storage gibt es noch keine offiziellen Statements. Auf dieser Web-Seite von IBM Bluemix, der PaaS-Plattform von IBM (Platform as a Service), ist allerdings von 0,0301 Euro pro GByte die Rede, sowie von 0,0677 Euro pro abgehendem GByte.

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