Core CAL Suite: Endpoint Protection und Lync kommen hinzu


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    Für Zugriffe auf Server-Produkte von Microsoft benötigen Clients in der Regel eigene Lizenzen, so genannte Client Access Licenses (CALs). Als Alternative zum Erwerb von CALs für einzelne Produkte bietet Microsoft die Lizenzen auch in Paketen an, den CAL Suites. Ab 1. August kommen die CALs für Forefront Endpoint Protection und für Lync Server Standard in das kleinste Paket, die so genannte Core CAL Suite.

    Da viele Unternehmen diese relativ kostengünstigen Bundels erwerben, kann sich Microsoft durch die Aufnahme von Produkten in diese Suites Vorteile gegenüber dem Wettbewerb verschaffen. Die Zusammensetzung dieser Suites blieb über Jahre unverändert, aber nun argumentiert Microsoft damit, dass sich die Anforderungen an den Desktop so weit verändert hätten, dass ein Anpassung der CAL-Pakete nötig sei.

    Harmonisierung von On-Premise- und Cloud-Lizenzen

    Betroffen davon seien zum einen Collaboration-Tools, die heute zum Rüstzeug der meisten Wissensarbeiter gehörten. Zum anderen erwarteten Anwender eine integrierte Sicherheitslösung zur Abwehr von Malware. Aus diesem Grund wandern die CALs für Lync Server Standard und Forefront Endpoint Protection von der größeren Enterprise CAL Suite in die Core CAL Suite. Als weiteren Grund nennt Microsoft die Harmonisierung der On-Premise-Lizenzpolitik mit jener von Office 365.

    Im Fall von Forefront Endpoint Protection gehen einzelne Analysten davon aus, dass die Aufnahme von FF Endpoint Protection in die Core CAL Suite den Markt für Anti-Malware-Protection grundlegend verändern werde. Andererseits hat Microsoft dafür jedoch den potenziellen Kundenkreis durch die Integration in den SCCM auf die Anwender des Configuration Manager eingeschränkt.

    Neue Preise

    Der Wechsel von 2 Produkte aus der Enterprise CAL Suite in die Core CAL Suite wirkt sich auch auf die Preise aus.Der Wechsel von CALs für 2 Produkte aus der ECAL Suite in die Core CAL Suite wird sich auch auf die Kosten auswirken. Microsoft hat bisher noch keine Preise genannt, aber das Blog des amerikanischen Partners Softchoice geht aufgrund von Vorabinformationen davon aus, dass sich der Preis der Core CAL Suite von 80 auf 89 Dollar pro User erhöhen wird, während jener für die ECAL Suite von 94 auf 86 Dollar fällt.

    Unternehmen, die eine Software Assurance auf Produkte abgeschlossen haben, die von der Core CAL Suite abgedeckt werden, kommen ab 1. August sofort in den Genuss der erweiterten Rechte. Das betrifft auch solche Firmen, die jetzt noch ein Enterprise Agreement inklusive CAL Suite abschließen. Sie erhalten dann die erweiterte Core CAL Suite zum aktuellen Preis der jetzt noch kleineren Packung.

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