CU10 für Exchange 2016, CU21 für Exchange 2013, Configuration Transfer zu O365


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    Logo für ExchangeMicrosoft veröffent­lichte das Cumulative Update 10 (CU10) für Exchange 2016, das neben Fehler­korrek­turen nur eine nennens­werte Neuerung bringt. Exchange 2013 er­reicht den erwei­terten Support und er­hält künf­tig keine CUs mehr. Der Hybrid Configuration Wizard kann nun einige Einstel­lungen nach Office 365 über­tragen.

    Die gesammelten Updates für Exchange 2013und 2016 setzen voraus, dass auf dem betreffenden Server das .NET-Framework 4.7.1 installiert ist. Das Setup erzwingt diese neue System­voraus­setzung, so dass sich die CU10 und CU21 für Exchange 2013 erst installieren lassen, nachdem das .NET-Framework aktualisiert wurde.

    Neue Option für RemoteMailbox-Cmdlets

    Eine weitere Bedingung für das Aufspielen der bei kumulativen Updates ist das Vorhanden­sein der VC++ 2013 Runtime. Sie wird benötigt, um Sicherheits­probleme einer Komponente zu beheben, die Microsoft von Oracle in Lizenz genommen hat.

    Neben einer längeren Liste von bekannten Problemen, die das CU10 und CU21 beheben, bringen die beiden Pakete eine Erweiterung für die Cmdlets Enable-RemoteMailbox, New-RemoteMailbox und Set-RemoteMailbox. Über den neuen Parameter Shared lassen sich in hybriden Umgebungen nun auch freige­gebene Postfächer in der Cloud anlegen oder ändern.

    Exchange 2010 und DCs unter Server 2016

    Für Exchange 2010 gab Microsoft das Rollup 22 frei. Es erlaubt den Einsatz von Exchange 2010 in AD-Forests, in denen Domänen-Controller unter Windows Server 2016 laufen. Unterstützt wird dabei auch die Funktions­ebene von Server 2016.

    Voraussetzung dafür ist neben dem Rollup 22, dass auf Windows Server 2016 die letzten Updates aus dem Juni 2018 installiert wurden.

    Verfügbarkeit

    Die CUs und die dazugehörigen Beschreibungen finden sich unter folgenden Adressen:

    Keines der Updates erfordert eine Änderung des AD-Schemas, wenn man sie auf ein aktuelles CU aufspielt.

    Transfer von Einstellungen nach Exchange Online

    Eine weitere Neuerung für Exchange betrifft den Hybrid Configuration Wizard. Dieses Tool dient schon seit einigen Jahren dazu, gemischte Umgebungen aus On-Prem-Exchange und Office 365 mit­einander zu verbinden. Eine Funktion besteht etwa im trans­parenten Verschieben von Postfächern in die Cloud.

    Der Hybrid Configuration Wizard kann nun einige Einstellungen von On-Prem-Exchange nach Office 365 übertragen.

    Bis dato war das Tool aber nicht in der Lage, auch Einstellungen aus der lokalen Installation nach Exchange Online zu übertragen. Das nun angekündigte Update holt dies teilweise nach, indem es etwa Regeln für die Aufbewahrungs­dauer von Mails, OWA-Postfächer oder Active Sync in die Cloud trans­ferieren kann. Wichtige Einstellungen wie Transport­regeln bleiben weiter außen vor.

    Der Vorgang lässt sich außerdem nur einmalig ausführen, wenn über den Wizard eine Verbindung zwischen Exchange On-Prem und in der Cloud hergestellt wird. Spätere Änderungen müssen manuell auf der jeweils anderen Seite nach­gezogen werden. Bestehende Objekte in Exchange Online verändert der Wizard nicht.

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