Dell ab 2012 mit Cloud-Services auf Basis von VMware vCloud


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    VMwares Hausmesse VMworld nutzte Dell, um seinen Cloud-Service "Dell Cloud mit VMware vCloud Datacenter" vorzustellen – eine reichlich komplizierte Bezeichnung, nebenbei bemerkt. Unter diesem Namen wird Dell Public-, Private- und Hybrid-Cloud-Dienste anbieten. Gehostet werden sie in den hauseigenen Rechenzentren des Unternehmens.

    Wie nicht anders zu erwarten, kommen dabei Server, Storage-Systeme und Sicherheitslösungen von Dell zum Zuge. Der Hersteller hat vor wenigen Wochen sein Portfolio an Rechenzentrumsausrüstung durch die Übernahme die High-End-Switch-Herstellers Force10 Networks komplettiert.

    In den Europa sollen die Cloud-Services auf Grundlage von VMware vCloud ab 2012 zur Verfügung stehen, in den USA bereits ab dem vierten Quartal des laufenden Jahres. Derzeit läuft mit ausgewählten Firmen ein Beta-Test der IaaS-Services (Infrastructure as a Service).

    Sicherheitsfunktionen durch SecureWorks und Trend Micro

    In Sachen Technik bietet die Dell-Cloud keine Überraschungen, weil sie sich weitgehend an die Vorgaben von vCloud anlehnt. Einige Unterschiede zwischen der VMware-Lösung und andern Public-Cloud-Offerten hat Dell auf dieser Web-Seite aufgelistet.

    Der Anwender erhält Zugang zu virtualisierten CPUs, Arbeitsspeicher, Storage-Kapazitäten, Netzwerkressourcen und Sicherheitssystemen wie Firewalls. Für die Absicherung der physischen und virtualisierten Systeme sind IT-Security-Komponenten von SecureWorks, einer Firma, die ebenfalls von Dell übernommen wurde, sowie von Trend Micro zuständig. Neben Web- und Application-Firewalls kommen Intrusion-Detection-/Intrusion-Prevention-Systeme zum Einsatz.

    Drei Preismodelle

    Bei den Preismodellen setzt Dell bei der VMware-Cloud beim Committed und dem Dedicated Virtual Data Center auf eine mindestens einjährige vertragliche Bindung. Der Anwender kann dann entweder auf fest vereinbarte IaaS-Ressourcen zurückgreifen (Dedicated) oder diese beim Committed-Modell flexibel anpassen, beispielsweise dann, wenn Lastspitzen auftreten. Wer einen Jahresvertrag abschließt, soll die Virtual Machines zu einem günstigeren Stundensatz erhalten.

    Das "Pay-as-you-Go"-Modell eignet sich dagegen für zeitlich begrenzte Projekte, etwa im Rahmen von Produktentwicklungsarbeiten. Der Nutzer zahlt zwar einen höheren Preis als beim Committed- und Dedicated-Modell, ist jedoch nicht auf eine Nutzungsdauer von zwölf Monaten fixiert.

    Azure und OpenStack folgen

    Dell Cloud mit VMware vCloud Datacenter ist Dells erster Schritt in Richtung Cloud-Service-Provider. Im Lauf des Jahres will das Unternehmen vergleichbare Dienste und Services (Beratung, Implementierung von Cloud-Umgebungen) auf Grundlage von Microsofts Azure und der Open-Source-Lösung OpenStack anbieten. OpenStack ist ein Projekt, das die NASA und Rackspace initiiert haben. Das Ergebnis ist eine Software, mit der sich große Mengen von Virtual Machines bereitstellen und verwalten lassen.

    OpenStack gilt als "Cloud-Betriebssystem", das mit allen marktgängigen Hypervisors zurechtkommt. Zu den Förderern des Projekts zählen Cisco, Citrix, Dell, Intel und Microsoft.

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    Bild von Bernd Reder

    Bernd Reder ist seit über 20 Jahren als Journalist zu den Themen IT, Netzwerke und Telekommunika­tion tätig. Zu seinen beruflichen Sta­tionen zählen unter anderem die Fachtitel "Elektronik" und "Gateway".Bei der Zeitschrift "Network World" war Reder als stellver­tretender Chefredakteur tätig. Von 2006 bis 2010 baute er die Online-Ausgabe "Network Computing" auf.Derzeit ist Bernd Reder als freier Autor für diverse Print- und Online-Medien sowie für Firmen und PR-Agenturen aktiv.
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