Dell bringt Server mit Ubuntu für Amazons Cloud-Computing-Service

    Dell Poweredge C2100Zwei "Poweredge"-Server, die speziell für die Cloud-Computing-Dienste von Amazon (AWS) ausgelegt sind, hat Dell herausgebracht: den Poweredge C2100 und C6100. Auf beiden ist die Private-Cloud-Lösung Ubuntu Enterprise Cloud (UEC), von Canonical vorinstalliert. Die Server sind für Unternehmen konzipiert, die Anwendungen für die Amazon Web Services (AWS) entwickeln und diese im Vorfeld testen möchten.

    BildDementsprechend ist auf den Poweredge-Systemen eine Test- und Entwicklungsumgebung vorhanden. UEC basiert auf der Private-Cloud-Software von Eucalyptus Systems. Es ist das erste Mal, dass Dell auf Server-Systemen die Server-Variante von Ubuntu anbietet. Bislang beschränkte sich der Hersteller darauf, ausgewählte Desktop-Rechner mit der Open-Source-Software auszustatten.

    Ubuntu Enterprise Cloud ist nicht nur für AWS ausgelegt. Mit der Software lassen sich auch Private Clouds einrichten, die ein Unternehmen auf eigener Hardware betreibt. Neben Ubuntu Enterprise Cloud sind dafür Tools erforderlich, mit denen sich Instanzen starten und stoppen lassen. Canonical empfiehlt dafür entweder ElasticFox oder Euca2ools. Das letztgenannte Programm ist Open Source und wird zusammen mit Ubuntu Server ausgeliefert.

    Details zu UEC hat Canonical im White Paper Ubuntu Enterprise Cloud Architecture zusammengestellt. Es ist zwar bereits eineinhalb Jahre alt, enthält aber immer noch die derzeit aktuellen Informationen zu UEC.

    Der Poweredge C2100 lässt sich Cloud-Compute-Node einsetzen. Der C6100 kann dagegen zusätzlich die Funktion eines Cloud-Compute-Servers übernehmen oder sowohl als Server und als Node dienen. Beide Dell-Server sind vorerst nur in den USA zu haben. Vermutlich will der Hersteller erst einmal testen, wie die Systeme dort ankommen, bevor er sei auch in anderen Regionen anbietet.

    Keine Kommentare