Citrix kündigt XenApp und XenDesktop 7.8 an

    Noch im ersten Quartal 2016 will Citrix Version 7.8 von XenDesktop und XenApp herausbringen. Das kündigte das Unternehmen auf dem Citrix Summit an. Das Software-Paket konzentriert sich vor allem auf den Bereich App-Management.

    Eine Funktion von XenApp und XenDesktop 7.8 ist das Verwalten und Bereitstellen von Apps mithilfe von AppDisk. Diese Technik ermöglicht es, Applikationen unabhängig von vom Master-Image eines Betriebssystems zusammenzustellen und zu implementieren.

    Zu diesem Zweck "packt" die AppDisk die Anwendung eine Virtual Disk (VHD oder VMDK, je nach Hypervisor). Dadurch müssen die "Golden Images", die für die Verteilung von Betriebssystemen genutzt werden, nicht angetastet werden.

    App-V-Pakete mit Studio verwalten

    Citrix XenDesktop: Version 7.7 und 7.8 verfügen über ein Multi-Zone-Management.Neu ist bei XenApp und XenDesktop 7.8 außerdem, dass App-V-Pakete von Microsoft mithilfe der Studio-Admin-Konsole von Citrix verwalten lassen. Administratoren können somit App-V-Applikationen virtuellen Desktops oder XenApp-Sessions zuweisen, ohne dass dazu separate App-Server und entsprechende Datenbanken erforderlich sind. Das reduziert die Kosten und vereinfacht das Management.

    Verbessert hat Citrix außerdem Kompatibilitätstests von Applikationen, die mittels AppDisk bereitgestellt werden. Dies erfolgt mithilfe von AppDNA. Diese Software ermittelt die Abhängigkeiten von einzelnen Anwendungen von anderen Komponenten, etwa .NET- und Java-Bibliotheken. Dadurch lassen sich bereits im Vorfeld eines "Roll-out" mögliche Fehlerquellen ausschließen, etwa fehlende Libraries.

    Ende 2015 kündigt Citrix übrigens AppDNA Express an. Diese cloudbasierte Lösung lässt sich Citrix zufolge vor allem dafür einsetzen, den Umstieg auf Windows 10 zu erleichtern.

    Weitere Neuerungen

    Die Ausgabe 7.8 von XenDesktop und XenApp weist noch weitere Optimierungen auf. Hier ein kurzer Überblick:

    • Studio verfügt über eine überarbeitete Benutzeroberfläche und neue Funktionen. Sie erlauben es beispielsweise, Apps auf einfachere Weise mehreren Delivery Groups zuzuweisen.
    • Verbessert wurde außerdem das Management von Tags. Dadurch wird transparent wird, auf welchen Rechnern bestimmte Apps im Einsatz sind.
    • Eine verbesserte Grafikleistung der virtuellen Desktops, unter anderem durch die Framehawk-Remote-Display-Technik von Citrix. Der Hersteller verspricht eine um 50 Prozent effizientere Nutzung der Netzwerkbandbreite, und eine 20 Prozent bessere Ausnutzung der CPU-Leistung.

    Ein Blick auf Version 7.7

    Citrix AppDNA (hier die Express-Version) prüft das Zusammenspiel von Apps und Betriebssystemen.Noch ein Blick auf Version 7.7 von XenDesktop und XenApp, die bereits verfügbar ist. Zu den wichtigsten Änderungen dieser Lösung für die Desktop-Virtualisierung zählt die Einführung geografischer Zonen ("Multi-Zone Management").

    Diese Funktion erlaubt es, virtuelle Desktops über unterschiedliche geografische – und damit wirtschaftliche und politische – Räumen hinweg zentral zu verwalten. Das ist für weltweit agierende Unternehmen wichtig, die juristische Besonderheit in einzelnen Ländern berücksichtigen müssen.

    Erweiterungen von Director

    Laut diesem Beitrag im Blog Virtulization Practice lassen sich außerdem nun bereits während der Installationsphase drei unterschiedliche Datenbanken für das Monitoring, die Konfigurationsdaten und das Logging erstellen. Bislang mussten Administratoren diese Daten nach Abschluss der Installation auseinanderdröseln.

    Erweitert hat Citrix zudem die Administrationsfunktionen von Director. So kann sich ein IT-Fachmann nun anzeigen lassen, wie viele Versionen eines Betriebssystems in einer Delivery Group oder an einem Standort (Site) im Einsatz sind. Weiterhin lassen sich Alarme und Benachrichtigungen für bestimmte Ereignisse definieren.

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