Endpoint-Management: Landesk und Heat gehen zusammen

    Heat Software stellt eine Plattform für ITSM und Endpoint-Management bereit.Ein neuer Anbieter von Soft­ware für das Endpoint Management, die Verwaltung von Desktops und Servern sowie das IT-Service-Manage­ment entsteht durch die Ver­schmel­zung von Landesk und Heat Software. Die Grund­lage bildet ein Deal zwischen zwei Investoren.

    Das Investmentunternehmen Thomas Bravo, Besitzer von Landesk, verkauft das Unternehmen an den Eigentümer von Heat Software, die Clearlake Capital Group. Heat Software selbst entstand erst 2015 durch den Zusammenschluss von Lumension und FrontRange.

    Über den Kaufpreis von Landesk schwiegen sich die Beteiligten aus. Ebenfalls noch offen ist, unter welchem Firmennamen die Kombination Landesk/Heat Software auf dem Markt auftreten wird. Dies will Clearlake später bekanntgeben. Die Geschäftsführung soll Steve Daly übernehmen, der Chief Executive Officer von Landesk. Auch der Unternehmenssitz wird in Salt Lake City (US-Bundesstaat Utah) angesiedelt sein, der Stadt, in der Landesk sein Hauptquartier hat.

    Cloud-gestütztes Endpoint-Management

    Ein Schwerpunkt des neuen Unternehmens ist die Cloud-gestützte Verwaltung von IT-Systemen und Services. Heat Software bietet beispielsweise eine Plattform für das IT-Service-Management an, die IT-Abteilungen als Cloud-Dienst, "on premise" im eigenen Rechenzentrum und als Hybrid-Lösung (in der Cloud und im Firmen-Datacenter) implementieren können.

    Zu den Funktionen zählen unter anderem die Verwaltung von Konfigu­rations­ein­stel­lungen, Software-Releases, sicherheits­relevanten Vorfällen (Incidents) sowie das Change-Management. Zudem steht ein zentrales Endpoint-Management zur Verfügung.

    Heat mit Desktop & Server Management (DSM)

    Heat Software DSM ermöglicht ein Lifecycle-Management von IT-Komponenten.Vor wenigen Wochen stellte Heat zudem Version 2016.2 von Desktop & Server Management (DSM) vor. Mit der Software lassen sich mobile Endgeräte, stationäre Rechner und virtualisierte Systeme mithilfe einer zentralen Konsole verwalten.

    Eine Besonderheit, so der Anbieter, ist der nutzerbezogene Ansatz: Das Management orientiert sich am User und den für ihn geltenden Sicherheits- und Compliance-Vorgaben, Zugriffsrechten et cetera. Dem entsprechend werden alle Endgeräte konfiguriert, mit denen der Nutzer arbeitet, inklusive der Applikationen.

    Landesk mit "Rundumsicht" für IT-Administratoren

    Landesk wiederum stellte im Oktober 2016 das Thema "Sichtbarkeit" in den Mittelpunkt des Releases 2016.3 seiner Software-Produkte. Die Landesk Security Suite bietet beispielsweise einen besseren Schutz vor gefährlichen Apps und potenziellen Sicherheitsrisiken durch Applikationen.

    Auch die Such- und Analysefunktionen von Landesk IT Asset Management und Service Desk wurden ausgebaut. 

    Landesk bietet unter anderem eine umfassende Lösung für das Patching von Servern an.Dadurch kann ein Administrator den "Lebensweg" aller IT-Komponenten nachverfolgen, von der Anschaffung über die Lizenzierung und Nutzung durch die User bis hin zu Serviceverträgen und Versionswechseln.

    Das Unified Endpoint Management (UEM) ergänzte Landesk unter anderem um den Support von Windows-10-Systemen, verteilten WLAN-Access-Points und Android for Work. Außerdem stellt UEM Funktionen für die Lizenzverwaltung und das Mobile Device Management von Mobilsystemen bereit, die unter Android und iOS laufen.

    Details zur Produktpolitik fehlen noch

    Wie sich Verschmelzung von Heat Software und Landesk auf die Produktpalette der beiden Unternehmen auswirken wird, ist noch offen. Die Manager beider Firmen beschränkten darauf, die strategischen Vorteile der Fusion herauszustellen. Noch zeigen muss sich, inwieweit die Kunden vom Zusammenschluss der beiden Anbieter profitieren.

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