Erweiterung von Acropolis: Nutanix kündigt Xi Cloud Services an

    Nutanix .Next Conference in LondonNutanix stellte auf der .Next Conference in London seine Xi Cloud Services vor. Sie ergän­zen fortan die Acropolis-Platt­form, welche dem Auf­bau von Private Clouds dient, um Dienste in der öffent­lichen Cloud. IT-Ressourcen lassen sich damit beispiels­weise abhängig von den Kosten intern oder extern buchen.

    Das Konzept Software-definierter hyper­konvergenter Infrastrukturen, die Compute, Storage und Networking auf den Knoten eines Clusters vereinen, lässt sich nach der Vorstellung von Nutanix auf hyper­kon­vergente Clouds übertragen. Multicloud, also die Nutzung nicht nur eines Public-Cloud-Anbieters, ist hier ein Schlüssel­gedanke.

    Sunil Potti, Chief Product & Development Officer, ging in seiner Keynote vor über 3000 Gästen näher darauf ein und erläuterte die wirtschaftlichen Vorteile einer dynamischen Cloud-Nutzung. Das lokale Rechen­zentrum ist dabei ein fester Bestand­teil.

    Dienste wie Xi Beam sollen dabei helfen, die verfügbaren Ressourcen mit einem hohen Wirkungs­grad zu nutzen, egal ob on-premises oder in der öffentlichen Cloud.

    Sunil Potti weist den Weg zu hyperkonvergenten Clouds.

    Dheeraj Pandey, CEO und Gründer der Nutanix, beschrieb Virtualisierung und Containerisierung als Ergebnis einer langen Entwicklung von IT-Infrastrukturen für Unter­nehmen. Sie begann mit monolithischen Großrechnern (Mainframes) und wandelte sich bis heute zu Systemen mit einer dynamischen Nutzung von verteilten Ressourcen.

    Dheeraj Pandey über die "Atomisierung" der Unternehmens IT-Infrastruktur

    Mein Fokus liegt überwiegend auf hyper­konvergenten Infra­strukturen mit Microsofts Storage Spaces Direct. Die .Next Conference in London gab mir einen Einblick, wie weit die Plattform des Pioniers von HCI-Software-Lösungen (Hyper-converged Infrastructures) sich entwickelt und welchen zukunfts­weisenden Ideen er sich zugewandt hat.

    Dabei betonte der Hersteller unter anderem, dass in HCI-Umgebungen sein Hypervisor AHV derzeit als einziger für SAP HANA zertifiziert ist. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Secure Networking mit Nutanix Flow.

    Die Nutanix Xi Cloud Services

    Die Vision von Nutanix besteht darin, Applikationen losgelöst von der Infrastruktur zwischen Private und Public Clouds zu verschieben und zu betreiben. Die unter­liegende Plattform soll dabei nicht im Fokus stehen und das Tages­geschäft bestimmen.

    Eine wesentliche Rolle dabei spielen die derzeit fünf Xi Cloud-Dienste. Sie gliedern sich in folgende Bereiche:

    • Xi Beam: Multicloud-Tool unter anderem zur Kosten­optimierung und Steuerung
    • Xi Frame: Desktop-as-a-service
    • Xi Leap: Disaster Recovery in die Public Cloud für kritische Daten
    • Xi Epoch: Monitoring-Lösung für Multicloud-Applikationen mit einer Ansicht, die Google Maps nach­empfunden ist
    • Xi IoT: Edge-Computing-Plattform zur Echtzeitverarbeitung von Sensor- und Gerätedaten

    Näher eingehen möchte ich auf Xi Beam und Xi Frame, da ich deren Konzept und Umsetzung sehr interessant finde.

    DR-Lösungen wie Xi Leap sind für mich immer ein Einstieg in die hybride Welt, wenn eine redun­dante sekundäre Infra­struktur einfach fehlt, sei es strukturell oder finanziell bedingt. Microsoft auf der anderen Seite liefert mit Azure Site Recovery ähnliche Services. Auch hier spielen Runbooks eine Rolle.

    Xi Beam

    Nutanix beschränkt sich nicht auf einen Public Cloud Provider, sondern sieht sich als Bindeglied zwischen ver­schiedenen öffentlichen Anbietern wie Microsoft Azure, Amazon Web Services (AWS) sowie eigenen RZs oder der On-premises Infrastruktur. Das vor einiger Zeit zugekaufte SaaS-Tool Xi Beam macht es möglich, entsprechende Workloads kosten­optimiert zwischen den Welten zu migrieren.

    Präsentation von Xi Beam

    Nutanix präsentierte die Fähigkeiten des Tools live in einer Demo. Die Workload lag dabei in einem RZ der genannten Anbieter und verursachte natürlich Kosten. Diese werden analysiert und eine eventuelle Einsparung errechnet, anschließend gibt Beam dann eine Empfehlung aus.

    Diese kann eine Migration zu einem anderen Service-Anbieter erfordern oder eine Optimierungen auf der aktuellen Plattform empfehlen.

    Zoom in: Workload-Analyse, mögliche Kosteneinsparung und Empfehlungen.

    Es sei nochmals erwähnt, dass auch die lokale Infrastruktur dabei ein Migrations­ziel sein kann. Private und Public Cloud werden dadurch trans­parenter, vergleich­barer und Clouds insgesamt elastischer.

    Xi Frame

    Xi Frame bietet Desktop-as-a-Service (DaaS), also die Desktop-Virtualisierung in der Cloud. Nutanix präsentierte dabei einen entfernten Desktop im Browser (hier: Safari) und der Ingenieur spielte darin ruckelfrei das Multiplayer-Game Fortnite (meine Kinder hätten sich gefreut).

    Über einen kilometerweit entfernten Desktop lässt sich fließend Fortnite spielen.

    Damit sollte verdeutlicht werden, dass auch Performance-hungrige Applikationen latenzfrei über mehrere Hops ihren Dienst anbieten und produktiv genutzt werden können. Dabei kommen wiederum unterschiedliche Clouds wie Azure, AWS oder Nutanix als IaaS zum Einsatz.

    Virtuelle Apps und Desktops basieren wahlweise auf Windows oder Linux. Security lässt sich dann auch per Role-based Access Control (RBAC) steuern, die Streams sind durchgehend verschlüsselt.

    Xi Frame Infrastructure  Quelle: Nutanix

    Die User verbinden sich 1:1 über ihren Browser zu einer Stateless-VM und Storage wird während der Session angebunden (Azure Files, User Profiles, etc.). On-prem-Netzwerke lassen sich über ein VPN-Gateway an einem VNET anschließen.

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