FreeNAS 8.0: ZFS, Anmeldung über Active Directory, iSCSI Boot


    Tags: ,

    Das FreeNAS-Projekt gab die Fertigstellung seiner Open-Source-Software in der Version 8.0 bekannt. Sie dient der Einrichtung von Network Attached Storage (NAS) und beruht auf FreeBSD. FreeNAS ist nach Angaben der Entwickler eine weitgehende Neuentwicklung, die sich auf den Enterprise-Einsatz ausrichtet und bisher vorhandene Consumer-Funktionen wie die Unterstützung für iTunes oder Bit Torrent weglässt.

    Den Versionssprung von bis 0.7 auf 8.0 erklären die Entwickler nicht nur mit den zahlreichen Neuerungen, sondern auch damit, dass man nun im Gleichschritt mit den verwendeten BSD-Versionen gehen möchte. FreeNAS 8.0 basiert auf FreeBSD 8.2 und wechselte nun von m0n0wall auf NanoBSD, das sich besonders für den Einsatz in Appliances eignet.

    ZFS als bevorzugtes Dateisystem

    Eine der wichtigsten Änderungen besteht darin, dass FreeNAS 8.0 das von Sun entwickelte Zettabyte File System (ZFS) als primäres und bevorzugtes Dateisystem nutzt. Es unterstützt unter anderem Software-RAID, Thin Provisioning (Speicherplatz für ein Volume wird dynamisch nach Bedarf belegt), Quotas, Replikation sowie Snapshots, die für Backups oder Rollbacks verwendet werden können. Das bisher eingesetzte UFS2 lässt sich auch weiterhin verwenden, so dass bestehende Volumes von älteren Versionen übernommen werden können.

    Installation auf USB-Speicher oder DVD

    Die Dokumentation beschreibt FreeNAS als "running OS", das auf mobile Datenträger, also auf USB-Sticks mit mindestens 1 GB Kapazität oder auf DVDs eingerichtet und von dort gebootet wird. Installiert man es auf eine Festplatte, dann beansprucht es diese vollständig für sich und lässt nicht zu, dass die FreeNAS-Partition für Storage-Zwecke genutzt wird.

    Authentifizierung über LDAP und Active Directory

    Zu den wichtigen Neuerungen in Microsoft-Umgebungen zählt, dass sich Benutzer nun über Active Directory authentifizieren können. Dieses Feature ergänzt die allgemeine Unterstützung für LDAP-Verzeichnisse. Außerdem erhielt das System eine neue Web-Konsole, die auf Basis des Jango-Frameworks entwickelt wurde. Sie lässt sich auch über HTTPS aufrufen.

    Zugriff auf File- und Blockebene

    FreeNAS unterstützt alle wichtigen Protokolle für das File-Sharing, nämlich NFS, CIFS, AFP, FTP und TFTP. Die NFS-Implementierung erlaubt die Nutzung von FreeNAS in kleineren Umgebungen als Netzwerkspeicher für VMware.

    Die Software kann darüber hinaus Geräte als iSCSI-Targets exportieren, so dass sich diese über den in Windows 7 und Server 2008 R2 enthaltenen iSCSI-Initiator ansprechen lassen. Die Implementierung von iSCSI Boot, also der Möglichkeit, Betriebssysteme vom Storage-Server zu starten, bezeichnen die Entwickler derzeit noch als experimentell.

    Täglich Know-how für IT-Pros mit unserem Newsletter

    Wir ver­wenden Ihre Mail-Adresse nur für den Ver­sand der News­letter.
    Es erfolgt keine per­sonen­be­zogene Auswertung.

    Bild von Wolfgang Sommergut

    Wolfgang Sommergut hat lang­jährige Erfahrung als Fach­autor, Berater und Kon­ferenz­sprecher zu ver­schie­denen Themen der IT. Da­ne­ben war er als System­ad­mi­ni­stra­tor und Con­sultant tätig.
    // Kontakt: E-Mail, XING, LinkedIn //

    Ähnliche Beiträge

    Weitere Links