Gartner rät XP-Anwendern: Windows 7 nicht überspringen


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    Nach der öffentlichen Freigabe der Developer Preview von Windows 8 zeichnet ab, dass die nächste Version des Betriebssystems nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt. Für Firmen, die noch mit XP arbeiten, könnte dies ein Anlass sein, einen direkten Umstieg auf Windows 8 zu erwägen und die Version 7 zu überspringen. Die Analysten von Gartner raten in einer Research Note (PDF) davon ab, vor allem weil die Zeit bis zum Support-Ende von XP für solche Migrationsprojekte knapp werden könnte.

    Der größte Unsicherheitsfaktor für die Planung eines direkten Upgrades von XP auf Windows 8 besteht darin, dass Microsoft das Lieferdatum für das neue Version noch nicht genannt hat. Gartner geht von einer Fertigstellung bis Mitte 2012 aus, was auch mit den von Microsoft angestrebten Update-Zyklen von 3 Jahren in Einklang stünde.

    Wenig Zeit bis zum Support-Ende von XP

    Damit blieben bis zum Support-Ende für XP am 8. April 2014 weniger als 2 Jahre Zeit, um auf Windows 8 umzusteigen. Gartner geht jedoch davon aus, dass alleine die Planung und die Kompatibilitätstests bis zu 18 Monate in Anspruch nehmen, so dass zu wenig Zeit für das Deployment bleibt.

    Die zentrale Neuerung von Windows 8 besteht in der Metro-Oberfläche, mit der Microsoft den Markt für alle Touch-Geräte erschließen will. Wenn Unternehmen die Einführung von Tablets planen, dann sollen sie Gartner zufolge dafür Windows 8 nutzen, unabhängig von der Windows-Version auf den Desktops.

    Gute Abwärtskompatibilität von Windows 8

    Neben dem von Gartner betonten Zeitdruck, der gegen ein Überspringen von Windows 7 spricht, gibt es indes andere Faktoren, die einen solchen Schritt dennoch als sinnvoll erscheinen lassen. So erwirbt man auf diese Weise ein Betriebssystem für alle Geräteklassen, was deren Administration vereinfacht.

    Außerdem dürften die Planungen sowie die Anpassung von inkompatiblen Anwendungen nicht so lange dauern wie von Gartner veranschlagt, wenn Firmen ihre Programme im Zuge von Windows-7-Projekten bereits überprüft bzw. aktualisiert haben. Erste Eindrücke von der Developer Preview bestätigen nämlich Microsofts Aussagen, wonach Windows 8 in sehr hohem Maße mit seinem Vorgänger kompatibel ist.

    Die gute Kompatibilität zwischen Windows 7 und 8 bei herkömmlichen Win32- und .NET-Anwendungen eröffnet allerdings auch die Möglichkeit, Windows 8 beim Ausmustern von Windows-7-PCs nach und nach einzuführen. Gartner empfiehlt dieses Vorgehen generell für Firmen, die sich vor großen Migrationsprojekten scheuen.

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    Wolfgang Sommergut hat lang­jährige Erfahrung als Fach­autor, Berater und Kon­ferenz­sprecher zu ver­schie­denen Themen der IT. Da­ne­ben war er als System­ad­mi­ni­stra­tor und Con­sultant tätig.
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