Metaways Tine 2.0 macht Dropbox Konkurrenz

    Um Funktionen, die Nutzer von Cloud-gestützten File-Sharing- und Collaboration-Diensten wie Dropbox schätzen, hat der Hamburger Internet- und Open-Source-Spezialist Metaways seine Groupware Tine 2.0 erweitert. Genauer gesagt handelt es sich um Ausgabe 2015.11 der Business Edition der Web-basierten Lösung mit dem schönen Namen "Elena".

    Metasys Tine 2.0 - Erweitertete TerminverwaltungEine der wichtigsten Neuerungen der aktuellen Ausgabe von Tine 2.0: Nutzer können nun Dateien miteinander "sharen". Das erfolgt mithilfe von Download-URLs, über die Files freigegeben werden. Der "Besitzer" einer Datei kann die Gültigkeit der Web-Links auf einen bestimmten Zeitraum eingrenzen. Außerdem registriert die Software, wie oft bestimmte Files heruntergeladen wurden.

    Erleichterung bei größeren Downloads

    Die neue Funktion soll es zum einen Nutzern erleichtern, große Dateien auszutauschen. Dies ist mithilfe eines Online-Speichers einfacher und meist auch sicherer, als Files per E-Mail zu übermitteln.

    Zum anderen will Tine 2.0 mithilfe der File-Sharing-Funktion den Anreiz verringern, auf "illegale" Weise Cloud-Storage-Dienste wie Dropbox, Google Drive oder Microsoft OneDrive einzusetzen. Mangels Alternativen verwenden Mitarbeiter in vielen Unternehmen solche Dienste. Das ist jedoch riskant und unter dem Aspekt Compliance unhaltbar, vor allem dann, wenn vertrauliche Geschäftsunterlagen in solchen Online-Speichern landen.

    Außerdem entsteht auf diese Weise eine Art "Schatten-IT", die sich der Kontrolle der IT-Abteilung entzieht. Auch das ist aus Sicherheitsgründen nicht akzeptabel.

    Weitere Optimierungen

    Zusätzlich hat Metaways mehrere Features in Tine 2.0 integriert, die das Arbeiten mit der Plattform einfacher machen. So ist im Kalender nun der Schnellzugriff auf Tags und Teilnehmer möglich. Mit einem Klick kann sie der User direkt einem Termin zuordnen.

    Weiterhin ist es möglich, per Mausklick eine Mail an die internen und externen Teilnehmer senden, die einem Termin hinterlegt sind. Zudem lassen sich externe Kalender im ICS-Format importieren und regelmäßig aktualisieren.

    Der Hersteller hat außerdem das CRM-Modul der Groupware überarbeitet. So lassen sich jetzt Leads im CSV-Dateiformat nicht nur exportieren, sondern auch importieren. Dadurch können die User eigene Listen in Excel exportieren, bearbeiten und anschließend wieder in Tine 2.0 "Elena" einlesen.

    Zwei Versionen: Business und Community

    Tine 2.0 steht in zwei Versionen bereit. Für den Einsatz in Unternehmen kommt vor allem die kommerzielle Ausgabe Tine 2.0 Business Edition in Betracht. Zur Wahl stehen dabei drei Ausgaben:

    • eine reine Software-Version: Sie kann auf Linux-Servern implementiert werden. Unterstützt werden laut Datenblatt Server unter CentOS (6.5 und 7.0), Red Hat Enterprise Linux (ab 7.5), Debian (7 und 8) sowie Ubuntu (12.04 LTS bis 14.04 LTS);
    • Hardware-Bundles für 25 bis 100 User: Sie werden vorkonfiguriert auf Server-Systemen ausgeliefert. Die Version für 25 Nutzer auf einem Desktop-Server ist ab 1.600 Euro erhältlich (plus Mehrwertsteuer). Das Spitzenmodell für 100 Nutzer steht als Rack-Server (eine Höheneinheit) für 5.500 Euro netto bereit;
    • eine Cloud-Version: Sie unterstützt die Hypervisors von VMware, KVM und Microsoft Hyper-V. Diese Tine-2.0-Ausgabe wird als iso-File ausgeliefert, inklusive Betriebssystem.

    Kernfunktionen und Community Edition

    Tine 2.0 - Die Groupware enthält unter anderem eine CRM-Funktion.Zu den zentralen Funktionen der Business-Version zählen E-Mail, ein Kundenbeziehungs­management (CRM), eine Aufgaben-und Kontaktverwaltung und eine Zeiterfassung. Hinzu kommen ein Dateimanagement sowie mit der jüngsten Version außerdem die bereits angesprochene File-Sharing-Option.

    Kostenlos verfügbar ist die Community Edition von Tine 2.0. Sie ermöglicht es Interessenten, auf Basis des Codes von Tine 2.0 eigene Erweiterungen und Anpassungen zu entwickeln. Metaways hat den Code unter der Version 3 der GNU Affero General Public License (AGPL) freigegeben.

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