HPE StoreVirtual 3200: Storage für kleine Budgets

    Das datei- und blockbasierte Storage-System HPE StoreVirtual 3200 zielt auf kleinere Unternehmen.Das für konventionelle Festplatten und Flash-Speicher ausgelegte Storage-System StoreVirtual 3200 hat Hewlett Packard Enterprise (HPE) um mehrere Funktionen ergänzt.

    Mit der Software-Defined-Speicherlösung für file- und blockbasierte Daten spricht das Unternehmen kleinere Unternehmen und Anwender an, die nur über ein begrenztes IT-Budget verfügen. In der Basisversion mit einer 1-GBit/s-Schnittstelle und iSCSI kostet StoreVirtual 3200 rund 6.000 Dollar.

    Das System ermöglicht laut HPE in der neuen Version einen Ausbau auf drei Ebenen. Neben dem klassischen Scale-up, also dem Hinzufügen weiterer Laufwerke oder Laufwerksgehäuse, steht ein Scale-out-Ansatz zur Verfügung. Er ist normalerweise vor allem bei größeren Storage-Systemen zu finden. In diesem Fall lassen sich mehrere redundante Storage-Controller zu einem Cluster zusammenfassen.

    Datenverlagerung mit Peer Motion

    Mit dem Kommandozeilen-Tool HPE Peer Motion lassen sich Workloads zwischen Storage-Systemen verlagern.Hinzu kommt "Scale-across". In diesem Fall werden mehrere Cluster zusammengefasst. Mithilfe des Kommandozeilen-Tools HPE Peer Motion können Administratoren Workloads zwischen StoreVirtual-Arrays verschieben. Außerdem lassen sich mit Peer Motion Workloads auf mehrere Arrays verteilen, etwa um einzelnen Storage-Systeme zu entlasten.

    Die neuen Skalierungsoptionen ermöglichen es Anwendern laut HPE beispielsweise, eine Infrastruktur für eine synchrone Datenreplizierung aufzubauen. Außerdem lassen sich Storage-Cluster erweitern.

    10 Gigabit über Kupferkabel

    Ebenfalls neu bei StoreVirtual 3200 ist die Unterstützung von 10-Gigabit-Ethernet-Verbindungen über Twisted-Pair-Kabel. Das ist angesichts der wachsenden Datenmengen und Kapazitäten von Speichersystemen in mittleren und größeren Unternehmen fast unverzichtbar. HPE verlangt für die 10-GbE-Version rund 6.500 Dollar, also etwa 500 Dollar mehr als für das System mit 1-Gigabit-Schnittstellen.

    Allerdings kann sich die Investition in 10 GbE für ein Unternehmen durchaus rechnen, weil die Belastung des Netzwerks durch die Datentransfers zwischen Host und Storage-System sinkt. Hinzu kommt, dass der Aufpreis moderat ist und man dafür eine Lösung erhält, die in puncto Netzwerkanbindung Leistungsreserven bereithält.

    Neu für StoreVirtual 3200 steht der StoreVirtual 3000 File Controller zur Verfügung. Der Preis: circa 2.975 Dollar. Der Controller unterstützt sowohl strukturierte als auch unstrukturierte Daten. Mit ihm können Administratoren File-Shares einrichten, die kompatibel zu Microsoft Dynamic Access Controls sind. Der Controller reduziert durch Deduplizierung und Kompression zudem das Datenaufkommen. Das spart Speicherplatz und Bandbreite bei der Übermittlung über Netzwerke.

    File-Sync-and-Share Umgebung einrichten

    Die Schnittstellen auf der Rückseite des HPE StoreVirtual 3200Der Controller unterstützt bis zu 2.000 Verbindungen gleichzeitig. Dadurch ist es möglich, eine Umgebung für das Synchronisieren und Teilen (Sharing) von Dateien einzurichten. Mitarbeiter können dann beispielsweise in Verbindung mit Microsoft Work Folders von PCs und anderen Endgeräten wie Smartphones aus auf ihre Arbeitsordner zugreifen.

    Wer Details des StoreVirtual 3200 und des 3000 File Controllers sucht, greift am besten zu den englischen Quick-Specs. Dort sind auch die diversen Varianten des Systems aufgeführt.

    ARM und Intel

    Noch ein paar technische Details zu StoreVirtual 3200: Die erste Version des Systems wurde im August 2016 vorgestellt. Es verfügt über zwei Controller und basiert auf 64-Bit-ARM-Prozessoren. Nur durch den Verzicht auf Intel-Xeon-CPUs konnte HPE den Preis relativ niedrig halten. Allerdings kommt beim neuen StoreVirtual-3000-File-Controller wieder Intel ins Spiel: Das System ist mit einem Xeon E5-2603v4 (1,7 GHz, 6 Cores) ausgestattet.

    Die kleinste Version des Storage-Systems hat eine Speicherkapazität von nur 1,2 TByte. Auf diese bezieht sich auch der genannte Einstiegspreis von rund 6.000 Dollar. Praktikabler ist allerdings eine Ausgabe mit mehr Speicherplatz, etwa mit 14,4 TByte. Sie kommt auf etwa 14.000 Dollar. Das maximale Rohdaten-Speichervolumen bei Vollausbau des Systems beträgt 288 TByte.

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