Hyper-Convergence: Simplivity OmniStack unterstützt Hyper-V

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    Simplivity Omniview - Mit dem Tool lassen sich Performance-Daten und Latenzzeiten von hyperkonvergenten Systemen analysieren.Ebenso wie Nutanix, HPE und Cisco hat der Simplivity seine Produktlinie im Bereich Hyper-Convergence erweitert. So wird Version 3.5 der Daten-Virtualisierungsplattform OmniStack auch Microsofts Hypervisor Hyper-V unterstützen.

    Damit erschließt sich Simplivity eine neue Zielgruppe, vor allem im Bereich der mittelständischen Unternehmen. Bislang war OmniStack für den marktführenden Hypervisor von VMware ausgelegt. Parallel zum Start von Microsoft Windows Server 2016 im Sommer 2016 folgt nun Hyper-V. KVM und Citrix Xen spielen dagegen für Simplivity offenkundig noch keine Rolle.

    VMware und Hyper-V dominieren

    Diese Strategie ist nachvollziehbar. Denn laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens ActualTech Media setzten 2015 rund 93 Prozent der Unternehmen VMware ein; weitere 26 Prozent planten dies. Die vergleichbaren Zahlen für Hyper-V lauten 29 Prozent (Einsatz) und 14 Prozent (Planung). KVM (in 6 Prozent der Unternehmen im Einsatz) und Xen (18 Prozent) spielten eine weniger wichtige Rolle. Daran wird sich nach den Daten von ActualTech auch kaum etwas ändern.

    Generell geht der Trend hin zu Multi-Hypervisor-Umgebungen, in denen mehrere Virtualisierungslösungen parallell eingesetzt werden. Dies müssen auch Anbieter von Hyper-Convergence-Lösungen berücksichtigen. OmniStack 3.5 ermöglicht es, solche Umgebungen zentral über eine einheitliche Management-Software zu verwalten.

    Workload-Optimierung

    Laut ActualTech Media war VMwares Virtualisierungssoftware 2015 in der Mehrzahl der Unternehmen im Einsatz..Eine weitere Neuerung in OmniStack ist ein "Intelligent Workload Optimizer". Er arbeitet mit dem vSphere Distributed Resource Scheduler (DRS) zusammen und stellt Informationen über Datenspeicherorte und die Storage-Performance bereit.

    Auf Basis dieser Daten lassen sich Virtual Machines "dorthin migrieren, wo sich die dazugehörigen Daten befinden", so ein Post im Simplivity-Blog. Der Vorteil ist, dadurch die Performance der VM optimiert wird, ohne dass Datentransfers über das Netzwerk erforderlich sind.

    Außerdem hat Simplivity folgende Funktionen in OmniStack integriert:

    • Eine REST-API für die Einbindung von Applikationen von Drittanbietern sowie von kundenspezifischen Anwendungen. Die Schnittstelle unterstützt alle gängigen Programmiersprachen. Sie wird über das Command Line Interface von OmniStack angesprochen und stellt unter anderem Funktionen für Backup, Restore und das Cloning zur Verfügung.
    • Eine erweiterte Unterstützung von ausgedehnten ("Stretch") Multi-Node-Clustern, die sich über mehrere Standorte erstrecken. Dadurch können Anwender die Ausfallsicherheit der IT-Infrastruktur erhöhen. Dieses Feature wurde vor allem auf Anregung europäischer Kunden von Simplivity integriert.

    Analyse mit OmniView

    Als Ergänzung zu OmniStack stellt Simplivity das Web-basierte Analyse-Tools OmniView bereit. Ursprünglich hat es der Hersteller als Support-Tool für eigene Zwecke entwickelt. Jetzt steht es auch Kunden des Unternehmens zur Verfügung.

    Diese können beispielsweise Leistungsdaten und Latenzzeiten von allen implementierten Simplivity-Systemen anzeigen. Zudem stehe Funktionen für die Diagnose und Fehlersuche zur Wahl. Ein klassisches Einsatzfeld von OmniView sind Analysen der Nutzung der Ressourcen. Dies soll eine proaktive Planung der Kapazitäten erleichtern.

    Verfügbarkeit

    Simplivity will OmniStack 3.5 und OmniView ab dem 18. April 2016 bereitstellen. Die Software arbeitet mit den OmniCube-Appliances von Simplivity und den Plattformen von Partnern wie Cisco und Lenovo zusammen. Speziell im Fall von Cisco ist jedoch offen, wie die Zusammenarbeit künftig aussieht. Denn das Unternehmen hat mit HyperFlex Anfang März eine eigene Hyperkonvergenz-Lösung vorgestellt.

    OmniStack für Hyper-V wird zum selben Zeitpunkt wie Windows Server 2016 auf den Markt kommen. Spekulationen zufolge wird das im dritten Quartal 2016 der Fall sein. Microsoft selbst hat noch keinen Termin genannt.

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