Internet-Zugang mit 30 MBit/s über Satellit


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    Filiago arbeitet mit dem britischen Kommunikationsunternehmen Avanti zusammen.Einen Internet-Zugang mit einer Down­load-Rate von 30 MBit/s bietet Filiago aus Bad Segeberg an. In der Gegen­richtung, also beim Upload, beträgt die Geschwin­digkeit 2 MBit/s. Die Beson­derheit: Der Service Filiago 4.0 steht über Satel­lit zur Verfügung.

    Damit will der Provider Nutzer in Regionen erreichen, in denen DSL-Breitband­anschlüsse und Internet-Zugänge über Kabel-TV noch Mangelware sind. Der Service steht im deutsch­sprachigen Raum, den baltischen Ländern, Polen, Dänemark und den südlichen Regionen von Schweden und Finnland zur Verfügung.

    Telefonie und TV

    Der satellitengestützte Internet-Zugang mit 30 MBit/s von Filiago ist in diesen Regionen verfügbar.Die Services von Filiago unterstützten, wie die All-IP-Anschlüsse der Telekom oder anderer Provider, auch Voice-over-IP-Telefonate. Wer dagegen via Satellit gleichzeitig den Internet-Zugang nutzen und fernsehen möchte, benötigt Zusatzausrüstung.

    Dies ist ein TV-Erweiterungsset, das aus einem Multifeed-Halter und einem Universal TV-LNB besteht. Daran lassen sich bis zu zwei Receiver anschließen.

    Der neue TV-LNB (Low Noise Block, Speisesystem) ist laut Filiago notwendig, weil er spezielle Filter enthält. Sie "fischen" die Sendefrequenz, die bei der Datenübermittlung zum Satelliten verwendet wird, aus der TV-Empfangsfrequenz heraus. Wenn dies nicht erfolgt, kann es zu Störungen des Fernsehempfangs kommen.

    Breitband-Versorgung in Deutschland

    Breitbandatlas Deutschland von Mitte 2016: Nicht überall sind Bandbreiten von 30 MBit/s verfügbar.Mit dem Angebot dürfte Filiago vor allem geschäftliche und private Nutzer in ländlichen Regionen erreichen. Laut dem Breitbandatlas der Bundesregierung waren Mitte 2016 nur in rund 49 Prozent der Landregionen Bandbreiten von 30 MBit/s und mehr verfügbar. In Stadtregionen lag der Wert immerhin bei mehr als 92 Prozent.

    Vor allem im Norden und Nordosten Deutschlands wies der Atlas noch etliche Regionen auf, in denen Highspeed-Verbindungen weder via TV-Kabel noch DSL-Leitung noch LTE-Mobilfunk verfügbar waren.

    Preise

    Der Preis von Filiago 4.0 soll in etwa dem von kabelgestützten DSL-Services mit vergleich­barer Bandbreite entsprechen. Private Nutzer adressiert der Provider mit sechs Tarifmodellen. Am günstigsten ist die S-Version für 29,95 Euro monatlich und einem Datenvolumen von 15 GByte pro Monat. Für die teuerste Ausgabe (Premium) werden 69,95 Euro pro Monat fällig. Darin enthalten ist ein Datenvolumen von 100 GByte. Eine Flatrate ist somit nicht vorhanden.

    Geschäftskunden bietet der Service-Provider Business-Tarife an. Sie enthalten im Vergleich zu den Angeboten für private Nutzer eine Reihe von Vergünstigungen. Dazu zählen eine erhöhte Daten-Priorisierung, feste IP-Adressen sowie Monitoring-Funktionen. Die Business-Tarife liegen denn auch deutlich höher: Sie reichen von rund 50 Euro (1 GByte Datenvolumen) pro Monat bis zu rund 460 Euro monatlich bei einem Datenvolumen von 250 GByte.

    Für die Vermarktung des neuen Dienstes sucht Filiago im übrigen noch Vertriebspartner in den zu Beginn des Beitrags genannten Regionen.

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