Inventarisierung: Microsoft unterstützt ISO/IEC 19770-2:2009

    Microsoft gab kürzlich bekannt, dass es in neuen Releases seiner Produkte Software Identification Tags (SWID) nach dem Standard ISO/IEC 19770-2:2009 integrieren werde. Es handelt sich dabei um XML-Dateien, die der Identifikation und dem Management von Anwendungen dienen. System Center 2012 und das MAP Toolkit werden künftig in der Lage sein, diese Informationen auszulesen.

    Die Unterstützung des Standards für das Software Asset Management verspricht für Anwender eine Reihe von Vorteilen. Installierte Software lässt sich vor allem zuverlässiger erkennen als mit der herkömmlichen Untersuchung von Programmdateien, wobei SWID auch detaillierte Informationen wie Versionsnummern liefern.

    Identifikation von Software-Suites

    Außerdem hilft es bei komplizierten Konfigurationen wie bei Programmen, die auf Shared Storage gespeichert wurden. Weitere anspruchsvolle Szenarien sind die Erkennung von Software, die Bestandteil eines Programmpakets ist, wie etwa im Fall von Office. Dies ist etwa nützlich, wenn Upgrades erworben werden sollen und geklärt werden muss, ob sich eine bestimmte Anwendung alleine aktualisieren lässt oder nur im Rahmen einer Suite.

    Nicht nur für das Asset Management

    Die Anwendungsgebiete für SWID sind nicht nur eine zuverlässigere Inventarisierung und eine effizientere Lizenz-Verwaltung, sondern auch das generelle Management von Applikationen. Software Identification Tags können nämlich auch die gesamte Liste aller Dateien einer Anwendung sowie die Einstellungen enthalten, die sie bei der Installation am System vornimmt.

    Microsoft folgt mit der Unterstützung von ISO/IEC 19770-2:2009 einigen anderen Anbietern, die den Standard teilweise schon seit längerer Zeit umsetzen. Dazu zählen unter anderem Adobe und Symantec.

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