Deutsche Firmen sind in Europa Hauptziel von Cyber-Angriffen


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    Zielgerichtete Cyber-Attacken in Europa konzentrieren sich vor allem auf deutsche Firmen. Das stellt die IT-Sicherheitsfirma FireEye in ihrem Regional Advanced Threat Report für Europa fest. Interessanterweise haben es die Angreifer nicht auf Branchen wie den Maschinenbau oder Automobilhersteller abgesehen. Im Fokus stehen vor allem die Gesundheits- und Pharmabranche, Regierungsbehörden und Finanzinstitute.

    Diese Ergebnisse stützen auf die Auswertung von mehr als 40.000 Cyber-Angriffen. Zudem analysierte FireEye den Datenaustausch zwischen IT-Systemen, die mit Schadsoftware infiziert wurde, und ihren "Steuerungsrechnern", so genannten Command-an-Control-Servern.

    Ein Kernproblem ist nach Angaben der Firma, dass Cyber-Kriminelle mittlerweile Wege gefunden haben, um Firewalls, Next-Generation-Firewalls, Antivirus-Lösungen und Security Gateways zu umgehen.

    Weitere Resultate der Studie:

    1. Großbritannien, die Schweiz, Deutschland und Frankreich sind die vier am häufigsten angegriffenen Länder in Europa.
    2. Die vier Länder, auf die im vergangenen Jahr die meisten so genannten Advanced Persistent Threats abzielten, waren Deutschland, England, die Schweiz und Luxemburg.
    3. Am häufigsten wurden Behörden und der Finanzsektor attackiert, gefolgt vom Gesundheitswesen beziehungsweise der Pharmaindustrie, der Telekommunikations­branche sowie Firmen und Organisationen aus dem Hightech-Sektor.
    4. Weltweit gesehen rangierte Deutschland in der Liste der attraktivsten Ziele von zielgerichteten Cyber-Attacken auf Platz 9. Den ersten Platz belegten die USA, vor Südkorea und Kanada.

    Die auf Europa bezogenen Ergebnisse des Reports sind auf dieser Web-Seite zu finden.

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