Lancom mit kostenloser WLAN-Optimierung Active Radio Control


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    Für seine WLAN-Produktlinie bietet der deutsche Netzwerkanbieter Lancom Systems eine kostenlose Wireless-LAN-Optimierungssoftware an. Sie heißt Active Radio Control (ARC) und unterdrückt nach Angaben des Herstellers Störquellen, die das Senden und Empfangen von Daten via Wireless LAN behindern.

    Lancom Adaptive Radio Contro - Optimierung der Belegung der FunkkanäleARC ist – leider – nur für Nutzer der Lancom-Access-Points und WLAN-Controller verfügbar. Denn die Kernfunktionen der Lösung hat Lancom in die neue Version 8.84 des Betriebssystem LCOS integriert. Die Firma aus Aachen hat ange­kündigt, weitere Funktionen in ARC zu integrieren.

    Die aktuelle Ausgabe der Wireless-LAN-Optimierungssoftware enthält unter anderem das Feature RF Optimization: Es stellt sicher, dass der WLAN-Access-Points und die Clients automatisch diejenigen WLAN-Kanäle auswählen, bei denen die wenigsten Störeinflüsse durch Kanalüberlappung auftreten. Dadurch steigt der Durchsatz, weil sich – vereinfacht gesagt - weniger WLAN-Teilnehmer in die Quere kommen. Allerdings finden sich vergleichbare Funktion auch bei den Access Points anderer Hersteller, etwa der Fritzbox 7390 von AVM.

    Automatischer Frequenzwechsel

    In vielen Fällen hilfreich ist eine weitere Funktion von LCOS: das "Band Steering". Ist das 2,4-GHz-Band überlastet, etwa weil in der Nähe zu viele andere Systeme diesen Bereich nutzen, wechselt ein Lancom-Access-Points automatisch zum weniger frequentierten 5-GHz-Band. Die Clients nimmt er in diesem Fall mit. Dadurch, so der Hersteller, lässt sich in vielen Fällen eine deutliche Erhöhung der Datenübertragungsrate erreichen.

    Allerdings unterstützen nicht alle Geräte 5 GHz, vor allem Mobiltelefone beziehungsweise Smartphones. Hier muss der Anwender notfalls in den "Tech Specs" seines Geräts nachblättern und klären, welches Funkmodul der Hersteller verbaut hat.

    Störsignale ausfiltern mit Adaptive Noise Immunity

    Lancom Active Radio Control - Analyse des FunkspektrumsEin permanentes Ärgernis bei Funknetzen sind Störeinflüsse durch andere WLAN-Systeme, Bluetooth-Geräte sowie Kameras und TV-Geräte mit integriertem Wireless-LAN-Sender/Empfänger. Wer sich den Spaß macht und sich auf einen Notebook oder Smartphone im Büro oder Zuhause die Wireless LANs in der Nachbarschaft anzeigen lässt, erlebt oft sein blaues Wunder. Mein Windows-8.1-Rechner im Home-Office, das auf den Innenhof einer Wohnanlage ausgerichtet ist, erkennt beispielsweise je nach Tageszeit zwischen 10 und 22 andere Funk-LANs.

    Adaptive Noise Immunity blendet solche Störsignale aus und konzentriert sich auf WLAN-Clients mit ausreichender Signalstärke. Dazu wertet die Software Messwerte über Interferenzen aus. Diese Daten stellt das WLAN-Modul bereit. Wird ein vorab festgelegter Wert überschritten, reduziert LCOS ARC die Empfangsempfindlichkeit des WLAN-Moduls entsprechend.

    Ergänzend dazu kann der User auf Spectral Scan zurückgreifen. Dieses Tool scannt das Funkspektrum, erkennt Störquellen und stellt sie in grafischer Form dar.

    Details zu Active Radio Control inklusive einer Liste der unterstützten Geräte stehen auf folgender Web-Seite von Lancom zur Verfügung: http://www.lancom-systems.de/arc/.

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    Bild von Bernd Reder
    Bernd Reder ist seit über 20 Jahren als Journalist zu den Themen IT, Netzwerke und Telekommunika­tion tätig. Zu seinen beruflichen Sta­tionen zählen unter anderem die Fachtitel "Elektronik" und "Gateway".
    Bei der Zeitschrift "Network World" war Reder als stellver­tretender Chefredakteur tätig. Von 2006 bis 2010 baute er die Online-Ausgabe "Network Computing" auf.
    Derzeit ist Bernd Reder als freier Autor für diverse Print- und Online-Medien sowie für Firmen und PR-Agenturen aktiv.
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