Lenovo erweitert Linie von Servern und Storage-Systemen für KMU


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    Der chinesische Rechner-Hersteller Lenovo schickt sich an, ein "ganz Großer" im Bereich Server zu werden. Denn IBM will sein x86-Server-Business an Lenovo verkaufen. Unabhängig davon hat der Hersteller vier neue Rechner und ein Direct-Attached-Storage-System (DAS) für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) vorgestellt.

    Für den Einbau in Racks sind die ThinkServer RD340 und RD440 vorgesehen. Die Systeme im Format 1 HE (Höheneinheit) verfügen über einen oder zwei Xeon-E5-2400v2-CPUs von Intel. Je nach Modell stehen dann pro Prozessor bis zu zehn Rechenkerne zur Verfügung. Der Arbeitsspeicher lässt sich bis auf 192 RAM erweitern.

    Details ThinkServer RD340

    Lenovo ThinkServer 340Für Massenspeicher (Festplatten) stehen beim RD340 vier Einschübe (3,5 Zoll) oder acht Bays (2,5 Zoll) zur Verfügung. Im Vollausbau ergibt das laut Datenblatt 16 TByte Kapazität mit 3,5-Zoll-SATA-Platten. Auch Serial-Attached-SCSI-Lauf­werke mit insgesamt bis zu 7,2 TByte lassen sich einbauen.

    Die Ausfallsicherheit erhöhen für Server typische Komponenten, etwa redundante Lüfter und Stromversorgungen. Die gibt es allerdings, ebenso wie hot-swappable Festplatten, nur gegen Aufpreis. Hinzu kommen drei Gigabit-Ethernet-Schnittstellen. Eine davon müssen sich Anwendungen allerdings mit dem ThinkServer-Management-Modul teilen.

    Details ThinkServer RD440

    Beim RD440 kann der interne Speicherplatz auf bis zu 48 TByte erweitert werden – mit SATA-Platten. Mit SAS-HDDs sind 36 TByte machbar. Ansonsten weist der RD440 dieselben Eigenschaften auf wie der kleinere Bruder RD340, inklusive RAM (192 GByte), Netzwerkschnittstellen und Ausfallsicherheit, siehe Stromversorgungen und redundante Server.

    In der Basisversion beider Systeme integriert ist der RAID-Controller ThinkServer RAID 300. Er unterstützt die RAID-Levels 0, 1 und 10. RAID 5 ist nur nach dem Kauf eines Upgrade-Keys möglich. Zudem bietet Lenovo gegen Aufpreis drei weitere RAID-Controller an, darunter Modelle, die auch für RAID 50, 6 und 60 ausgelegt sind.

    Vorsicht: VMware ESXi nicht mit Basis-RAID-Controller

    Auf Nutzer von VMware ESXi lauert allerdings eine Falltüre: Sie können die VMware-Lösung nicht zusammen mit dem RAID-Controller RAID 300 nutzen, der in der Basisversion der Server enthalten ist. Sie müssen auf eines der Upgrade-Kits zurückgreifen, also die gegen Aufpreis erhältlichen leistungsstärkeren Versionen der RAID-Controller.

    Tower-Versionen

    Lenovo ThinkServer SA120Von beiden Rack-Servern hat Lenovo Versionen im Tower-Format vorgestellt. Der TD340 und der TD440 lassen sich wie die Rack-Systeme auf bis zu 192 GByte Arbeitsspeicher hochrüsten. Die Festplattenkapazität liegt bei maximal 32 TByte. Über PCI/PCIexpress-Slots lassen sich Karten nachrüsten, etwa für 10-Gigabit-Ethernet.

    Für alle Server (Rack und Tower) hat Lenovo folgende Betriebssystem freigegeben: Windows Server ab Version 2008 und des Small Business Server 2011, Suse Enterprise Sever und Red Hat Enterprise Server. Hinzu kommen Citrix XenServer, außerdem VMware ESXi, mit den genannten Limitierungen.

    ThinkServer SA120: Direct-Attached Storage für kleinere Firmen

    Ebenfalls auf KMUs (kleine und mittelständische Unternehmen) zielt Lenovo mit dem Direct-Attached-Storage-System ThinkServer SA120. Kurz die Technik:

    • Rack-Format mit 2 HE,
    • Laufwerksschächten für Festplatten im Format 2,5 und 3,5 Zoll (bis zu 12 SAS-Platten mit 3,5 Zoll und jeweils 4 TByte Kapazität),
    • zwei I/O-Controller,
    • optional vier Schächte für Solid State Drives (SSDs).

    Ein "Bonbon": Es lassen dieselben Ersatzteile wie beim Rack-Server einsetzen. Das System unterstützt die RAID-Levels 0,1,5,6, 10, 50 und 60 sowie JBOD (Just a Bunch of Disks). Wie es sich für ein SAS-System dieser Kategorie gehört, sind auch beim SAS-System redundante Komponenten vorhanden, sprich zwei Stromversorgungen und zwei Lüfter.

    Preise und Verfügbarkeit

    In dieser Beziehung hält sich Lenovo bedeckt. Nur für den ThinkServer RD340/440 wurden Einstiegspreise genannt – ab rund 1030 Euro.

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