Lifesize mit Videokonferenzsystem für "Huddle Rooms"


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    Das Video­konferenz­system Lifesize Icon 450 ermög­licht die Ein­bindung von Skype-for-Business-Usern.Lifesize hat eine Cloud-basierte Video­konferenz-Lösung für Huddle Rooms vorgestellt. Das sind kleine Besprechungs­räume und Arbeits­umge­bungen (Workspaces). Solche Räume findet man nicht nur Großfirmen, sondern auch bei Startups.

    Das System Lifesize Icon 450 will ein Problem lösen, das in solchen kleinen Räumen häufig auftritt: Es ist nur schwer möglich, alle Teilnehmer einer Videokonferenz ins Bild zu bekommen. Der Anbieter mit Hauptsitz in Austin (Texas) hat deshalb das Icon 450 mit einer HD-Kamera mit einem Weitwinkelobjektiv und einem speziellen Sensor ausgerüstet.

    Dadurch werden die Personen in einem Raum automatisch erfasst und "scharf gestellt". Das Objektiv deckt in der Horizontalen 82 Grad ab, in der Vertikalen 59 Grad. Der Nutzer kann das System allerdings auch manuell einrichten.

    Kombination mit Audio-Konferenzsystem

    Das Datenblatt des Icon 450 ist auf dieser Web-Seite zu finden. Lifesize bietet neben der Kamera mit dem Phone HD ein dazu passendes Audio-System an. Es lässt sich via Touchscreen bedienen. Mit der Kombination beider Komponenten können Unter­nehmen Web-, Video- und Audiokonferenz durchführen.

    Auch Collaboration-Funktionen sind in dem Video­konferenz­system integriert. So können Nutzer während einer Videokonferenz Inhalte (Content) miteinander teilen, beispielsweise Bilder, Dokumente und Videos.

    Zusammenarbeit mit Microsoft Skype for Business

    Eine wichtige Eigenschaft von Lifesize Icon ist, dass auch Microsofts Skype for Business mit den Lifesize-Systemen zusammen­arbeitet. Nutzer beider Lösungen können User der "anderen Seite" anrufen oder von diesen Calls empfangen. Das gilt für Gespräche zwischen zwei Nutzern, aber auch für Gruppenkonferenzen. Auch das angesprochene Content-Sharing zwischen den Teilnehmern funktioniert.

    Lifesize hat eine App entwickelt, die Skype for Business einbindet. Sie ist für Browser (Chrome, Internet Explorer), als Client für Windows- und Mac-Rechner sowie als App für iOS- und Android-Mobilsysteme verfügbar. Zudem können sich Nutzer von Office 365 und Google Apps for Work direkt aus den Kalender-Applikation der beiden Office-Pakete heraus in ein Online-Meeting einklinken. Lifesize hat entsprechende Schnitt­stellen integriert.

    Basis ist ein Cloud-Service

    Die Weitwinkel-Kamera von Icon 450 erfasst alle Teilnehmer eines Meetings, auch in "Huddle Rooms".Lifesize will Video- und Web-Konferenzen auch für kleinere Unternehmen erschwinglich machen. Daher wird die Plattform als Cloud-Service bereitgestellt. Darüber erfolgt das Einrichten und die Verwaltung der Plattform. Das schließt das Management von Konferenz- und Teilnehmer­listen (Adressbüchern) mit ein.

    Auch Sicherheits­funktionen wie eine Firewall und die Verwaltung der Video-Verbindungen werden über die Cloud-Plattform bereit­bestellt. Die übermittelten Daten verschlüsseln die Lifesize-Lösungen mittels AES (Advanced Encryption Standard).

    Ein wenig Technik

    Die unterstützten Video- und Audiostandards sind im oben genannten Datenblatt zu finden. Bilder werden in HD-Qualität (1080p30) übertragen. Das System passt sich automatisch an die vorhandene Bandbreite an. Das ist vor allem bei der Kommunikation mit Teilnehmern wichtig, die keinen Zugang zu einem Breitband-Anschluss haben.

    Im Unterschied zu kostenlosen Videokonferenz-Services stellen professionelle Lösungen Funktionen wie das Aufzeichnen von Konferenzen und ein Hinzufügen von Teilnehmern "on the fly" zur Verfügung. Die Video- und Audio-Daten können nach Abschluss eines Meetings zudem auf Servern abgelegt und anderen Mitarbeitern zugänglich gemacht werden.

    Preis

    Lifesize Icon 450 ist ab rund 4.760 Euro erhältlich. Zum Paket gehören das HD-Kamerasystem, Lifesize Phone HD, die Lifesize-Fernbedienung und die benötigten Kabel.

    Hinzu kommt die cloudbasierte Lifesize-Software. Sie kostet rund 28 Euro pro Monat und Nutzer. Die Abrechnung erfolgt auf Jahresbasis.

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    Bild von Bernd Reder

    Bernd Reder ist seit über 20 Jahren als Journalist zu den Themen IT, Netzwerke und Telekommunika­tion tätig. Zu seinen beruflichen Sta­tionen zählen unter anderem die Fachtitel "Elektronik" und "Gateway".Bei der Zeitschrift "Network World" war Reder als stellver­tretender Chefredakteur tätig. Von 2006 bis 2010 baute er die Online-Ausgabe "Network Computing" auf.Derzeit ist Bernd Reder als freier Autor für diverse Print- und Online-Medien sowie für Firmen und PR-Agenturen aktiv.
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