Beta-Version von Red Hat Enterprise Linux 5.9 verfügbar


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    Das nächste "Minor Release" der 5er Version von Red Hat Enterprise Linux nähert sich der Fertigstellung. Der Software-Hersteller gab bekannt, dass die Beta-Ausgabe von Red Hat Enterprise Linux 5.9. verfügbar ist. Wie bei einem "Minor"-Upgrade nicht anders zu erwarten, halten sich die Neuerungen in Grenzen. Im Automobilbau würde man von "Modellpflege" sprechen.

    Red Hat Enterprise Linux 5 So hat Red neue Treiber für Microsoft Hyper-V beigelegt. Damit lässt sich Red Hat Enterprise Linux 5.9 wie gehabt als Virtual Guest unter Hyper-V in einer Windows-Umgebung betreiben; allerdings wurde die Performance verbessert. Ebenfalls integriert wurden Treiber für aktuelle CPUs, Chipsets und weitere Hardware-Komponenten, die seit dem letzten Update auf den Markt gekommen sind.

    Strikteres Passwort-Management

    Weniger relevant für deutsche User dürfte sein, dass RHEL 5.9 die jüngsten Anforderungen der US-Regierung in Bezug auf das Passwort-Management unterstützt. Sie sollen verhindern, dass User schwache Passwörter verwenden oder beim erzwungenen regelmäßigen Tausch der Passphrases auf Begriffe zurückgreifen, die sie bereits vor kurzer Zeit verwendet haben. Allerdings kann ein solches Passwort-Management auch hier zu Lande durchaus von Nutzen sein, betrachtet man die Tendenz der User (inklusive Admins), Passwörter eher selten zu wechseln oder oft Variationen derselben Begriffe zu verwenden.

    Neu in Sachen Anwendungen ist rsyslog5. Diese Ausgabe des Tools läuft angeblich schneller und ist stabiler. Auch Samba wurde auf Version 3.6 upgedatet. Neu sind der umfassende Support für SMB2, ein runderneuerter Print-Server und einige Verbesserungen in puncto Sicherheit.

    RHEL 5 wird Ende 2012 laut der Nomenklatur von Red Hat in Produktionsphase 2 überwechseln, die bis zum 31. März 2014 dauert. In dieser Phase stehen keine Software-Erweiterungen und aktualisierten Installations-Images mehr zur Verfügung. Auch der Treiber-Support wird eingeschränkt. Am 31. März 2017 endet dann Produktionsphase 3 von RHEL 5, in der Unterstützung neuer Hardware nur noch via Virtualisierung erfolgt.

    Der letzte Akt für die 5er Version beginnt ab 2017 mit einer dreijährigen Extended Life Phase. In ihr stehen auch keine asynchronen Sicherheits-Errata und Updates zur Fehlerbehebung mehr zur Verfügung. Spätestens dann ist es Zeit für den Umstieg auf eine Nachfolgeversion wie RHEL 7, dass dann bereits auf dem Markt sein dürfte.

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