Mac OS: Updates für das Betriebssystem und Microsoft Office 2011

    Mit zwei wichtigen Updates sehen sich Nutzer von Apples Betriebssystem Mac OS X 10.8. Mountain Lion und Microsofts Office-Version 2011 und 2008 für Macs konfrontiert. Zunächst zu Microsoft: Für Office 2011 und 2008 steht ein Sicherheitsupdate zur Verfügung. Nach Angaben von Microsoft behebt es, neben einigen Bugs, "kritische Probleme".

    Mac OS X 10.8.3Wie der Softwarehersteller in einem Sicherheitsbulletin mitteilt, kann "die Sicherheitsanfälligkeit eine Offenlegung von Informationen ermöglichen, wenn ein Benutzer eine speziell gestaltete E-Mail-Nachricht öffnet". Das erfolgt dann, wenn der User eine Mail im HTML5-Format öffnet, die ein Angreifer manipuliert hat. Die Attacke ist auf ungepatchten Systemen auch dann erfolgreich, wenn die Nachricht nur im Vorschaufenster angezeigt wird.

    Die Sicherheitslücke betrifft Mac-Systeme mit Office 2011 oder 2008 sowie einem Browser auf Basis von Web-Kit, also etwa Google Chrome. Angreifer erhalten dank der Lücke Informationen darüber, dass die Nachricht in einem HTML-Mail-Viewer aufgerufen und vom Empfänger tatsächlich geöffnet wurde. Das ist für Versender von Spam-Mail von Interesse, Stichwort Verifizieren von E-Mail-Adressen. Zudem erhalten Cyber-Kriminelle darüber, welchen Browser-Typ ein User verwendet und können gezielt Sicherheitslücken dieser Software ausnutzen.

    Bootcamp unterstützt Windows 8

    Wichtiger für Mac-User ist allerdings das Update auf Mac OS X 10.8.3. Es wurde nach einer ungewöhnlich langen Testphase durch Apple nun veröffentlicht. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

    Bootcamp unterstützt Windows 8: Bislang war es nur inoffiziell möglich, Windows 8 auf einer separaten Festplattenpartition von Mac-Rechnern zu installieren. Mit 10.8.3 wird das Betriebssystem jetzt offiziell unterstützt. Der Nachteil im Vergleich zu Desktop-Virtualisierungssoftware wie etwa Parallels Desktop 8 für Mac oder Vmware Fusion: Der Nutzer muss neu booten, wenn er Windows mittels Bootcamp verwenden will. Bei Parallels oder VMware ist ein Parallelbetrieb beider Systeme möglich. Dafür arbeitet Windows unter Bootcamp flotter, weil es direkten Zugriff auf die Hardware hat.

    Ein Haken bei der neuen Funktion: Sie ist laut einem Support-Dokument von Apple nur für neuere Versionen von Mac-Systemen verfügbar: für MacBook Minis und Airs ab Mitte 2011, MacBook-Pro-Notebooks ab Mitte 2010 und für die mittlerweile betagten "Großrechner" der Reihe Mac Pro ab Version "Early 2009". Bei den iMacs kommt es auf das jeweilige Modell an: Windows 8 läuft teils auf Systemen ab Mid 2010, teils auf Versionen, die ab Mitte 2011 hergestellt wurden. Diese restriktive Politik dürfte für einigen Unmut sorgen.

    Support von 3-TByte-Festplatten durch Boot-Camp: Nur werden auch neuere Harddisks mit 3 TByte Kapazität unterstützt. Das ist jedoch nur für die Desktop-Systeme der Reihe iMac relevant. Die Notebooks der Reihe MacBook verfügen nur über Harddisks mit bis zu 1 TByte beziehungsweise sind bei den neuen Modellen mit Solid State Drives ausgestattet.

    Neue Version 6.0.3 von Safari: Der Apple-Browser arbeitet nun flüssiger unter Facebook und beim Zoomen von Web-Seiten. Zudem wurden etliche Fehlfunktionen beseitigt, etwa das Duplizieren von Bookmarks auf iOS-Systemen wie dem iPhone, wenn der Nutzer die Bookmarks zuvor unter Mac OS bearbeitet hat.

    Behebung von Fehlern im Zusammenhang mit Exchange, Active Directory und Notes: Für Systemverwalter, die Macs in Windows-Umgebungen einbinden müssen, dürfte von Interesse sein, dass der Zugriff auf Microsoft Exchange über das E-Mail-Programm Mail von Apple nun problemloser erfolgen soll.

    Zudem wurde eine Fehlfunktion beseitigt, die einen Active-Directory-Account sperrte, wenn ein Nutzern in den "Systemeinstellungen" unter "Sicherheit" Änderungen an den Einstellungen im Bereich "Privatsphäre" vornahm. Auch die Kompatibilität von IMAP-Servern und der Lotus-Notes-App von Mac OS wurde verbessert.

    Beide Updates stehen über die jeweiligen Update-Funktionen von Mac OS ("Sofwareaktualisierung") beziehungsweise von Microsoft Office zur Verfügung.

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