MDM: ManageEngine unterstützt Container-Technik Samsung Knox

    ManageEngine hat seine Systemmanagement-Lösung Desktop Central um den Support von Samsung Knox erweitert. Knox ist eine Sicherheitsarchitektur für mobile Endgeräte, die unter dem Betriebssystem Android laufen. Das Ziel von Knox: Auf den Endsystemen werden getrennte Bereiche (Container) für die private und die geschäftliche Nutzung einge­richtet. Das erleichtert den Einsatz privater Smartphones und Tablets für betriebliche Zwecke, Stichwort Bring Your Own Device (BYOD).

    ManageEngine - Desktop CentralDurch die Zusammenarbeit mit Samsung bei Knox ergänzt ManageEngine seine Software für die Verwaltung von Desktop-Systemen und mobilen Endgeräten um erweiterte Funktionen für das Mobile Device Management (MDM). IT-Administratoren haben dadurch die Möglichkeit, Mobilsysteme von Samsung auf sichere Weise in die Unternehmens-IT einzubinden, ohne dass die die Privatsphäre der Nutzer verletzt wird.

    Das heißt, auf private Anwendungen und Daten auf einem – privat und geschäftlich genutzten – Smartphone oder Tablet hat die IT-Abteilung keinen Zugriff, auf die Bereiche respektive Container mit Business-Anwendungen und entsprechenden Daten dagegen schon.

    Desktop Central erweitert Sicherheit für Knox-Endgeräte

    Der Vorteil der Integratin von Knox in Desktop Central ist, dass IT-Abteilungen damit die Verwaltung von Desktop-Systemen und mobilen Endgeräten in einem zentralen Dashboard zusammenfassen können. Zu den integrierten MDM-Funktionen von Desktop Central zählen das Registrieren von Mobilsystemen im Firmennetz, die Verwaltung von Profilen und Assets sowie das Management von Anwendungen und Sicherheitseinstellungen. Außerdem können IT-Fachleute Audits durchführen und Berichte erstellen.

    Durch die Kooperation mit Samsung stellt Desktop Central MDM unter anderem folgende Funktionen für Knox zur Verfügung:

    • Die IT-Abteilung kann Knox-Container sperren, öffnen oder deren Passwort zurücksetzen.
    • Administratoren haben die Möglichkeit, den Zugriff auf Firmen-E-Mails im Container zu konfigurieren.
    • Sie können vorgeben, dass User Passwörter verwenden, wenn sie auf diese Container zugreifen wollen.
    • Apps im Container lassen sich "remote" entfernen, updaten und sperren.

    Gerootete Android-Systeme orten

    Samsung KnoxEin weiterer Punkt, der aus Gründen der Sicherheit wichtig ist: Admins können sich anzeigen lassen, welche User ihre Android-Systeme "gerootet" haben. Dies ist eine beliebte Methode, um manche Apps zum Laufen zu gekommen, die auf dem Android-System Administrator-Rechte erfordern.

    Das Rooten hat allerdings erhebliche Nachteile. Gelingt es einem Angreifer, sich Zugriff auf ein solches Endgerät zu verschaffen, kann er dank der Root-Rechte dort alles anstellen, was ihm beliebt: Systemeinstellungen ändern, Daten absaugen oder sich vom Endgerät aus in andere Bereiche eines Firmennetzwerks vorarbeiten.

    Daher ist das Rooten von Android-Systemen obsolet, die in Corporate Networks eingesetzt werden. Das giltübrigens auch für Apple-Systeme, die mittels Jailbreaking "entsperrt" werden.

    Preise

    Desktop Central mit Support für Samsung Knox ist ab sofort verfügbar und kostet ab 150 Dollar (etwa 130 Euro) jährlich für zehn mobile Systeme. Firmen, die nur wenige Systeme nutzen, können auch auf die kostenlose Free Edition von Desktop Central zurückgreifen. Damit lassen sich bis zu 25 Rechner und 5 mobile Endgeräte verwalten.Für Kleinunternehmen reicht das aus.

    Eine voll funktionsfähige Testversion von Desktop Central steht unter folgendem Web-Link zum Herunterladen zur Verfügung.

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