MDOP 2012: UE-V neu dabei, Updates für App-V und MBAM

    Microsoft kündigte in einem Blog-Post von Karri Alexion-Tiernan an, dass das Microsoft Desktop Optimization Pack (MDOP) 2012 im 4. Quartal dieses Jahres auf den Markt kommen wird. Zu den wichtigsten Änderungen zählen ein neues Produkt namens UE-V, die Updates für App-V und MBAM sowie die Aufgabe von Med-V.

    MDOP 2012 ist erwartungsgemäß die Version der Tools-Sammlung, die auf Windows 8 und Server 2012 abgestimmt wurde. Neben der Kompatibilität mit den aktuellen Betriebssystemversionen besteht die auffälligste Änderung in der Hereinnahme eines zusätzlichen Programms namens UE-V.

    Synchronisierung von User-Einstellungen mit UE-V

    Es handelt sich dabei um eine Software, die Benutzereinstellungen zwischen mehreren Windows-Sitzungen synchronisieren kann und damit eine Ergänzung zu Server-gespeicherten Profilen darstellt. UE-V liegt mittlerweile als Release Candidate vor.

    Ein größeres Update erfährt App-V, Microsofts Produkt für die Anwendungsvirtualisierung. Die Version 5.0 bringt ein verändertes Package-Format, eine neue Konsole, die in Silverlight entwickelt wurde sowie ein Reporting-Modul, das bei der Inventarisierung virtualisierter Applikationen hilft und Nutzungsdaten liefert. Neu ist zudem die Integration mit dem System Center Configuration Manager 2012 sowie die Unterstützung von PowerShell, so dass sich viele Abläufe per Script automatisieren lassen.

    Zentrales Bitlocker-Management mit MBAM

    MDOP 2012 enthält darüber hinaus Microsoft Bitlocker Administration and Monitoring (MBAM) in der Version 2.0. Die Software dient der zentralen Verwaltung von Laufwerken, die mit Bitlocker verschlüsselt wurden.

    Die aktuelle Ausführung unterstützt die mit Windows 8 eingeführten Bitlocker-Funktionen, darunter Used Disk Space Only Encryption, bei der nur die Bereiche eines Laufwerks verschlüsselt werden, die mit Daten belegt sind. Bitlocker gehört unter Windows 8 bereits zur Ausstattung der Professional Edition, das zentrale Management mittels MBAM bleibt aber Kunden mit Software Assurance vorbehalten.

    Aus für Med-V und AIS

    Nicht mehr weiterentwickelt wird Med-V, das primär dafür vorgesehen war, inkompatible Anwendungen nach der Migration auf Windows 7 in virtuellen Maschinen mit XP auszuführen. Das als Add-on für den Virtual PC entwickelte Tool hat nach Vorstellung von Microsoft seinen Auftrag erfüllt. Damit ist Med-V nach dem Asset Inventory Service (AIS) das zweite Mitglied des MDOP, das eingestellt wird.

    Wie bisher bleibt das MDOP jenen Kunden vorbehalten, die eine Software Assurance für Windows abgeschlossen haben. Außerdem können Abonnenten von Windows Intune die Tools-Sammlung erwerben.

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