Aktualisierte Versionen von GroupWise und ZENworks

    Micro Focus hat drei der wichtigsten Produkte aktualisiert, die mit der Übernahme des ehemaligen Netzwerk-Pioniers Novell ins Haus kamen: GroupWise, Open Enterprise Server 2015 und ZENworks. Das Kernziel dabei war laut Micro Focus, den Zugriff auf Geschäftsinformationen zu beschleunigen und die Zusammenarbeit von Mitarbeitern (Collaboration) zu verbessern.

    Micro Focus ZENwork - Managementkonsole der Virtual ApplianceIn die letzt­genannte Kategorie, sprich Colla­boration, fällt Micro Focus GroupWise 2014 R2. Die Software umfasst Werkzeuge für E-Mail, das Instant Messaging und einen (Gruppen-)Kalender. Zudem sind Funktionen für die Verwaltung von Aufgaben und Kontakten sowie für das Doku­menten­management vorhanden.

    Die aktualisierte Version unterstützt jetzt Mac OS, genauer gesagt CalDAV und CardDAV. Damit können Mac-User in GroupWise auch die Kalender- und Kontakte-Anwendungen von Mac OS nutzen. Dies ist die wichtigste Änderung. Andere Verbesserungen betreffen Kleinigkeiten. Dazu zählt, dass nun auch die Markierungen ("Flags") von E-Mails zwischen Mobilgeräten und Desktop-Systemen synchronisiert werden oder dass Nutzer Einladungen zu Meetings mit einem neuen Terminvorschlag versehen können.

    Datei- und Druckdienste mit Open Enterprise Server

    Der Open Enterprise Server 2015 stellt Datei- und Druckservices bereit. Dazu zählen die Novell Storage Services (NSS) für Nutzer von Microsoft Active Directory. Neu ist die Unterstützung der SMB-Version 2 (Server Message Block).

    Außerdem hat Micro Focus die Limitierung auf Storage-Ressourcen mit maximal 8 TByte entfernt. Jetzt liegt das Limit bei 8 Exabyte. Eine Aufstellung aller Änderungen ist auf dieser Web-Seite zu finden.

    Verbesserungen bei ZENworks 11 SP4

    Überarbeitet wurde außerdem die Endpoint-Management-Suite Novell ZENworks. Mit der Version 11 SP4 der Software lassen sich Server, Desktop-Rechner und Notebooks verwalten, außerdem mobile Systeme wie Smartphones und Tablet-Rechner.

    Wie Micro Focus auf dieser Web-Seite ausführt, stellt Service Pack 4 eine neue Ausgabe der Virtual Appliances des ZENworks-Primary-Servers und des Reporting-Servers bereit. Im Zusammenspiel mit einer überarbeiteten Web-Konsole soll das Implementieren der Appliance einfacher vonstatten gehen als beim Vorläufer.

    Unterstützt werden die gängigen Virtualisierungs­plattformen, also VMware vSphere, Citrix XEN, Suse XEN und Microsoft Hyper­V. Die Box selbst läuft unter Suse Linux Enterprise.

    Hier noch ein Blick auf einige weitere Änderungen bei ZENworks:

    • auf Anregung von Usern ein überarbeiteter Patch- und Update-Mechanismus,
    • die Option, Vorgaben für die Verschlüsselung externer USB-Speicher wie Sticks zu machen,
    • eine neue Version von TightVNC für die Remote-Verwaltung,
    • eine überarbeitete Backup- und Restore-Routine für SSL-Zertifikate sowie
    • modifizierte Reporting-Funktionen, inklusive neuer Charts für Adhoc-Berichte.

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