MAP 5.5: Migrationsprüfung für Azure, Datenbanken, Hyper-V

    Microsoft Assessment and Planning Tool 5.5Die Version 5.5 des Microsoft Assessment and Planning Tool Kit (MAP) hat Microsoft freigegeben. Sie steht auf dieser Web-Seite des Herstellers kostenlos zum Download zur Verfügung. Mithilfe von MAP 5.5 können IT-Fachleute prüfen, ob die Migration von Windows-Clients und -Servern auf neue Versionen wie Windows 7, Windows Server 2008 R2. Zudem prüft MAP 5.5, ob sich Server für Virtualisierung eignen.

    Prüfung auf Azure-Kompatibilität

    Zu den Neuerungen von MAP 5.5 zählt, dass es die Cloud-Computing-Plattform Azure von Microsoft unterstützt. Azure bietet im Rahmen eines PaaS-Angebots (Platform as a Service) die Möglichkeit, Anwendungen auf .NET-Basis gewissermaßen in die Cloud zu hieven. MAP prüft, ob vorhandene Web-Anwendungen und Datenbanken zu Migration zu Azure erlauben. Das Tool prüft dazu Komponenten wie IIS- und SQL-Server und ermittelt deren Performance-Daten. Anschließend setzt es diese Werte in Bezug zu den Ressourcen, welche diese Komponenten und Applikationen auf Azure benötigen, etwa Speicherplatz, die Zahl der erforderlichen Windows-Instanzen und Azure-SQL-Datenbanken sowie die benötige Netzwerkbandbreite.

    Microsoft Assessment and Planning Tool Kit 5.5: Erfassen des IT-Inventars im Windows-NetzFür die meisten Anwender dürfte allerdings eine andere Funktion nützlicher sein: Eine Bestanderhebung der IT-Umgebung, wenn eine Umstellung auf Windows 7 oder den Internet Explorer 8 beziehungsweise in Kürze Version 9 ansteht. MAP prüft zudem, welche Software, ActiveX-Controls und Add-ons auf den Windows-Systemen installiert sind. Als Resultat liefert das Programm Vorschläge, ob und in welchem Umfang eine Migration machbar ist.

    Ebenfalls neu in Version 5.5 ist eine Funktion, die selbstständig heterogene Datenbank-Instanzen erkennt, die sich auf Microsoft-SQL-Server migrieren lassen. Das klappt bei MySQL sowie bei Datenbanken von Oracle und Sybase.

    Check: Server-Konsolidierung mittels Hyper-V

    Last but not least noch ein Blick auf das Thema Server-Konsolidierung durch Virtualisierung. Auch in diesem Punkt hat Microsoft bei MAP 5.5 nachgebessert. Das Tool ermittelt, ob und wie viele virtuellen Server sich auf einer Hardware einrichten lassen. Die Basis bilden Daten wie Hersteller und Art des Prozessors (Intel, AMD, unterstützte Hardware-Virtualisierungsform et cetera). Die Informationen werden im Fünf-Minuten-Takt ermittelt und zur Auswertung gespeichert.

    Vor allem bei Virtualisierungsprojekten, gegebenenfalls in Zusammenhang mit der Anschaffung neuer Server-Hardware, ist das MAP 5.5 hilfreich. Es liefert dem IT-Manager Daten darüber, wie stark die vorhandenen Server aus- oder besser gesagt unterlastet sind und wie viele Virtual Machines sich darauf installieren lassen.

    Nach Berichten von Systemverwaltern laufen viele Server in der Praxis teilweise nur mit 5 Prozent Last, manche mit 10 Prozent. Das heißt, solche Maschinen können gut und gerne fünf bis sechs VMs verkraften. Mit MAP 5.5 lässt sich im Vorfeld klären, ob solche Einspareffekte in einer vorhandenen IT-Umgebung möglich sind.

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