Microsoft erweitert Gruppenverwaltung in Office 365

    Das Management von Nutzergruppen hat Microsoft bei Office 365 erweitert. Die Neuerungen stehen allen kommerziellen Nutzern der Cloud-basierten Office-Lösung zur Verfügung, außerdem in den Versionen für Bildungs­einrichtungen.

    Office 365 - Erweiterte Gruppenmanagement-FunktionErweitert wurde die Funktion, mit der Verwalter von Office-365-Gruppen den Status der Gruppe von "öffentliche" auf "privat" ändern können und umgekehrt. "Öffentlich" heißt, dass beispiels­weise alle Mitarbeiter eines Unternehmens auf Content einer Gruppe Zugriff haben, "privat", dass dies nur den Gruppen­mit­gliedern möglich ist. Bislang war eine nachträgliche Änderung des Gruppenstatus nicht möglich.

    Multi-Domain-Support integriert

    Ab sofort unterstützt Office 365 zudem ein Multi-Domain-Konzept. Office-365-Gruppen, die ein User einrichtet, der einer bestimmten Domain angehört, gehören nun dieser Domäne an. Für Administratoren bedeutet dies, dass sie solche Gruppen in den gewünschten Domains einrichten können. Details dazu sind auf dieser Web-Seite zu finden.

    Bis Ende Juli will Microsoft zudem folgende Erweiterungen implementieren, beispielsweise:

    • Eine Policy in Azure Active Directory, mit der Administratoren nur bestimmten Nutzern das Recht einräumen können, Office-365-Gruppen aufzusetzen. Dies gilt für alle Endpoints.
    • Eine Klassifizierung von Daten, etwa "vertraulich" oder "geheim". Für einzelne Gruppen lässt sich festlegen, auf welche Daten mit bestimmten Klassifizierungs­stufen die Gruppe beziehungsweise deren Mitglieder zugreifen dürfen.
    • Ein Mobile Application Management: die mobilen Apps der Outlook-Gruppe in Intune sollen sich mittels Policies managen lassen.

    Weitere Planung

    Zu einem späteren Zeitpunkt sollen weitere Funktionen hinzukommen. Dazu gehört ein User-Interface für Exchange Admin Center (EAC), mit dem sich Distribution Lists (DLs) auf Office-365-Gruppen übertragen lassen. Das soll sich mit einem Mausklick bewerk­stelligen lassen.

    Verbessert werden zudem die Suchfunktionen nach bestimmten Inhalten. Künftig können sowohl Mitglieder privater als auch von öffentlichen Gruppen eine Suche starten. Dazu werden unter andrem Gruppen-Files in SharePoint und Office Delve integriert.

    Delve durchsucht Office 365 und fasst Informationen zusammen, die für Nutzer und deren Kollegen relevant sind. Damit lassen sich beispielsweise Dokumente anzeigen, an denen auch andere Mitglieder von Arbeitsgruppen arbeiten und "intelligente" Suchaktionen durchführen.

    Details zur Roadmap von Office 365 sind auf dieser Seite aufgeführt.

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