Microsoft kündigt Unified Update Platform (UUP) für WSUS und ConfigMgr an


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    Windows 11 UpdateIn Windows 10 stellte Micro­soft die Verteilung von OS-Updates auf ein neues System um, das die Größe der herunter­geladenen Patches reduziert und zudem weitere Vor­teile bietet. Anwendern von WSUS und Confi­guration Manager blieben diese aber bisher vorent­halten. UUP on-prem ist nun als Preview und ab 2023 allgemein verfügbar.

    Microsoft beschreibt UUP als einheitlichen Mechanismus für die Veröffent­lichung, das Hosting, das Scannen und das Herunterladen für alle Arten von Updates, Geräte und Windows-Versionen. Zu dessen wesentlichen Vorteilen zählen bei Feature-Updates:

    • Weniger Netzwerk-Traffic durch Updates. UUP beschränkt sich auf den Download der Änderungen gegenüber der jeweiligen Baseline. Binaries, Schriftarten oder Bilder, die unverändert geblieben sind, werden übersprungen.
    • Upgrade des OS mit nur einem Reboot, wobei dabei auch gleich alle Security-Updates mit eingespielt werden.
    • Installierte optionale Features on Demand (FODs) und Language Packs bleiben erhalten. Daraus resultiert eine vollständige Aktualisierung des Systems durch Updates anstelle von Offline-Servicing eines Images.

    Von den schlankeren Updates profitieren Anwender nicht nur beim Upgrade auf ein neues Release, sondern auch bei den monatlichen kumulativen Updates. Zusätzlich bietet UUP eine integrierte Fehler­korrektur für defekte Updates.

    Von Microsoft beworbene Vorteile der Unified Update Platform

    Bis dato kam UUP nur auf Windows-PCs zum Einsatz, wenn diese direkt mit Windows Update verbunden waren. Einzig die dynamischen Updates waren als eigene Produkte in WSUS verfügbar, so dass aktuelle Security-Patches und Treiber zusammen mit einem Upgrade auf ein neues Release installiert werden konnten.

    Private Preview von UUP on-prem

    Microsoft kündigte eine on-prem-Version von UUP für WSUS und SCCM bereits 2018 an ("coming soon"). Der Hersteller veröffentlichte nun verspätet eine private Preview, an der Unter­nehmen nach Anmeldung teilnehmen können. Sie müssen dazu ihre WSUS ID registrieren.

    Alle aktuell unterstützten Ausführungen von WSUS und Configuration Manager lassen sich auch für UUP nutzen, bei Letzterem empfiehlt Microsoft die Version 2203.

    Im Laufe des Jahres (voraussichtlich Q4) soll die Preview von UUP on-prem allgemein zugänglich sein und ab Anfang 2023 liefert Microsoft die Updates für alle neuen Releases von Windows nur mehr für UUP aus.

    Fahrplan für die Einführung von UUP on-prem für WSUS und ConfigMgr

    Plattform-Unterstützung ungeklärt

    Unklar bleibt in der Ankündigung, ob und wie weit dadurch auch User von Windows 10 in den Genuss von UUP kommen. Sie erwähnt nur Feature-Updates von Windows 10 auf 11 sowie von Quality Updates für Windows 11.

    Raum für Spekulationen lässt zudem die Beschriftung im obigen Diagramm, wonach UUP sowohl ConfigMgr als auch WSUS als Quelle für Updates ablösen würde. Die ersten Informationen zu UUP aus dem Jahr 2016 schrieben Windows Update eine wesentliche Rolle bei der Bereitstellung kompakter Updates zu. Der Cloud-Service sollte auf Basis des aktuellen Release- und Patch-Standes ermitteln, welche Updates ein Rechner jeweils benötigt.

    Nachdem zumindest WSUS diese Aufgabe in den aktuellen Versionen nicht übernehmen kann, stellt sich die Frage, ob der Update-Client zu diesem Zweck vorbei an WSUS oder ConfigMgr die Cloud kontaktiert.

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    Bild von Wolfgang Sommergut
    Wolfgang Sommergut hat lang­jährige Erfahrung als Fach­autor, Berater und Kon­ferenz­sprecher zu ver­schie­denen Themen der IT. Da­ne­ben war er als System­ad­mi­ni­stra­tor und Con­sultant tätig.
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