Microsoft verlängert den Support für Exchange 2010 um neun Monate

    Logo für ExchangeDie Unter­stützung für Exchange 2010 liefe dem offiziellen Lebens­zyklus zu­folge im Januar 2020 aus. Der Her­steller hat sich nun kurz­fristig ent­schieden, diesen Zeit­raum um neun Monate zu verlängern. Als Begrün­dung nennt er die immer noch große Zahl an Unter­nehmen, die mit dieser Version des Mail-Systems arbeiten.

    Microsoft geht davon aus, dass die meisten Anwender von Exchange 2010 die Migration auf eine neuere Version des Messaging-Servers oder in die Cloud bereits begonnen haben. Mit der Aus­dehnung der Support-Phase bis zum 13. Oktober 2020 wolle man den Unter­nehmen mehr Zeit für diese Aufgabe gewähren.

    Umzug in die Cloud bevorzugt

    Die bevorzugte Ablösung von Exchange 2010 besteht für Microsoft in einer Migration zu Office 365. Kunden mit einem Abonne­ment der Cloud-Services können den FastTrack-Service nutzen, der Tools und Beratungs­leistungen für den Umzug zu Office 365 umfasst.

    Kein direktes Upgrade auf Exchange 2019

    Wer Exchange weiterhin im eigenen Haus betreiben möchte, dem stehen trotz des längeren Support-Zeitraums einige Hindernisse im Weg. Um auf Exchange 2019 zu migrieren, müssten Anwender gleich zwei Upgrades in Kauf nehmen.

    Ein direkter Umstieg auf die neueste Version von 2010 aus ist nämlich nicht möglich. Daher empfiehlt Microsoft das Update auf Exchange 2016.

    Support-Ende für Server 2008 (R2)

    Als eine weitere Begründung für den längeren Support von Exchange 2010 nennt Microsoft die Ausrichtung dieses Datums an Office 2010 und SharePoint 2010. Allerdings gibt es keine nennens­werten Abhängigkeiten zwischen diesen Produkten.

    Eine solche existiert aber sehr wohl vom zugrunde­liegenden Betriebssystem, und dieses wird in den meisten Fällen ein Windows Server 2008 (R2) sein. Für beide Versionen läuft die Unter­stützung am 14. Januar 2020 aus und wird nicht verlängert.

    Anwender mit dieser Konfiguration könnten für das Server-OS über dieses Datum hinaus Security-Updates erhalten, wenn sie bereit sind, dafür pro Jahr 75 Prozent des Lizenzpreises zu bezahlen.

    Eine dazu Alternative besteht darin, auf einen neueren Windows Server zu wechseln, Exchange 2010 SP3 läuft bis zur Version 2012 R2. Fraglich ist jedoch, ob sich dieser Aufwand wegen eines zusätzlichen dreiviertel Jahres lohnt.

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