Microsoft veröffentlicht Preview von HTML5-Client für RDP


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    Azure RemoteAppIm letzten Jahr hatte Micro­soft einen Web-Client für die Remote Desktop Ser­vices (RDS) ange­kündigt, der in einem modernen Browser ohne die Instal­lation von Plugins läuft. Nun ist er als öffent­liche Preview verfügbar, er setzt ein RDS-Deployment unter Windows Server 2016 voraus.

    Während Microsoft früher nur einen RDP-Client für Windows entwickelte und es Citrix und anderen Partnern überließ, alternative Plattformen zu bedienen, unterstützt der Hersteller mittlerweile mehrere Betriebs­systeme. Dazu zählen Apps für Android und iOS sowie als Alternative zur Win32-Anwendung auch eine UWP-App für Windows 10.

    Neben solchen nativen Clients verfügen diverse Anbieter von RDS-Erweiterungen schon seit längerer Zeit über Web-Clients oder entsprechende Gateways, die eine Darstellung von RDP-Sitzungen in einem Browser erlauben. Beispiele dafür sind Ericom AccessNow oder pinRemote von Pintexx.

    Ergänzung zu RD Web Access

    Microsoft schließt nun diese Lücke bei seinen RDP-Clients mit einem eigenen HTML5-Frontend. Dieses lässt sich parallel zu RD Web Access nutzen, das bekanntlich nur ein Web-basiertes Portal umfasst. Zur Ausführung von RemoteApp oder eines Session-basierten Desktops benötigt es einen nativen RDP-Client.

    Microsoft Office im neuen HTML5-Client für die Remote Desktop Services.

    Die aktuelle Preview des HTML5-Clients eignet sich ebenfalls für den Zugriff auf einzelne Applikationen oder ganze Desktops. Sie unterstützt das Kopien und Einfügen zwischen lokalen und entfernten Anwendungen sowie das Drucken in eine PDF-Datei. Die Software liegt auch in einer lokalisierten deutschen Version vor.

    Systemvoraussetzungen und Verfügbarkeit

    Die Installation stellt einige Anforderungen an die Umgebung. Dazu zählt eine RDS-Bereitstellung mit RD Gateway, RD Connection Broker und RD Web Access unter Windows Server 2016. Auf dem RD Gateway muss darüber hinaus das Update KB4025334 installiert sein.

    Die Benutzer können sich dann jedoch mit PCs verbinden, die Windows ab der Version 7 SP1 oder Server 2008 R2 ausführen. Außerdem muss die Lizenzierung pro User und darf nicht pro Gerät erfolgen, weil der Web-Client sonst alle Lizenzen verbraucht.

    Der Download bzw. die Installation des HTML5-Clients geschieht über das Paket-Management von PowerShell. Eine Anleitung dazu findet sich auf Microsoft TechNet.

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