Microsoft veröffentlicht RSAT für Windows 10

    Der Server Manager bietet ebenfalls Zugang zu den meisten Admin-Tools.Nachdem die Remote Server Administration Tools (RSAT) seit einiger Zeit für Windows 10 Preview verfügbar waren, erschienen sie nun für die finale Version des Betriebssystems. Sie selbst sind von einer endgültigen Fertigstellung indes noch ein Stück entfernt, es fehlen Tools und lokalisierte Versionen.

    Die RSAT enthalten eine Sammlung von Programmen für das Remote-Management von Windows Server, darunter so wichtige Werkzeuge wie die Gruppenricht­linienverwaltung oder Active Directory Benutzer und Computer. Wie gewohnt benötigt jede Version von Windows eine eigene Ausführung der Tools, so dass sich RSAT für Windows 8.1 auf dem neuen Betriebssystem nicht mehr weiternutzen lassen.

    RSAT für Windows 10 noch unvollständig

    Gegenüber älteren Server-Versionen bieten sie jedoch eine gewisse Abwärtskompatibilität, die davon abhängt, wie stark sich spezifische Features verändert haben. Es ist daher eine bewährte Praxis, gemischte Umgebungen mit den neuesten Versionen von RSAT zu verwalten.

    Im Fall von RSAT für Windows 10 lässt sich diese Empfehlung aktuell nicht aussprechen. Zum einen existiert noch kein adäquates Gegenstück auf der Server-Seite, weil Windows Server 2016 erst in etwa einem halben Jahr erscheinen wird. Zum anderen ist die Ausstattung der RSAT unvollständig, so dass sie für die Verwaltung von Server 2012 (R2) einen Rückschritt bedeuten. Und schließlich liegen sind derzeit nur auf Englisch vor.

    Bevor man die RSAT installiert, muss man das englische Sprachpaket hinzufügen.

    Nicht enthalten im neuesten Release sind die grafischen Ausführungen der Tools für DHCP, IP Address Management (IPAM) sowie Routing and Remote Access. Dafür existieren jedoch entsprechende PowerShell-Cmdlets.

    Server Manager erwartet WMF 5.0 auf Server 2012 (R2)

    Mit an Bord befindet sich aber der Server Manager, der mit jeder Version mehr Zuständigkeiten auf sich vereinigt und damit MMC-basierte Tools ersetzt. Wie in der Vergangenheit muss man unter Windows Server 2012 (R2) das neueste Windows Management Framework (WMF) nachrüsten, damit diese OS-Versionen durch den neuen Server Manager verwaltet werden können. Das WMF 5.0 liegt im Moment aber nur als Preview vor, die man auf produktiven Sys­temen wohl kaum installieren wird.

    Die Installation des jetzigen Releases setzt zudem voraus, dass man das englische Sprachpaket (Vereinigte Staaten) hinzufügt (einfach nach "Region und Sprache" suchen). Eine deutsche Übersetzung der RSAT liegt derzeit nämlich nicht vor.

    Primär für Evaluierung von Server 2016

    Angesichts des Entwicklungsstands der RSAT für Windows 10 erfüllen sie im Moment nur einen Zweck, nämlich das Remote-Management von Windows Server 2016 Preview. Und dieses wird sich vorerst auf Testumgebungen beschränken.

    Die RSAT für Windows 10 existieren wie gewohnt in separaten Ausführungen für 32- und 64-Bit-Systeme. Sie können von Microsofts Download-Site herunter­geladen werden.

    1 Kommentar

    Bild von Philipp
    Philipp sagt:
    9. Oktober 2015 - 10:41

    Hey,
    gibt es etwas neues zu einem Release der deuschen Tools?