Mobile Hotspot von Ingram Micro spart Roaming-Gebühren


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    Zwar hat die Europäische Kommission die Mobilfunk-Roaming-Gebühren gedeckelt. Dennoch sind diese immer noch recht happig, vor allem für Geschäftsreisende, die oft von unterwegs aus E-Mails abrufen oder Dateien aus dem Firmennetz zu Hause herunterladen.

    Uros Goodspeed - Mobile HotspotWer beispielsweise in einem EU-Land pro Tag rund 120 MByte Daten über das Mobilfunknetz sendet oder empfängt, muss laut besagter Gebührenregelung mit bis zu 63 Euro Gebühren rechnen. Und 120 Megabyte kommen schnell zusammen. Nach Praxiserfahrungen reichen beispielsweise etwa 30 E-Mails aus, teilweise mit Attachments (aber keinen "Monster-Dateien"), dazu eine Stunde Surfen im Web.

    Mi-Fi – Mobiler Wi-Fi-Hotspot

    Mit dem mobilen Wi-Fi-Dienst Goodspeed von Uros bietet Ingram Micro eine Alternative, die bei obigem Beispiel nach Angaben des Anbieters nur Kosten von 5,90 Euro pro Tag verursacht. Goodspeed wird von der finnischen Firma Uros angeboten, die ehemalige Mitarbeiter von Nokia gegründet haben.

    Der Dienst steht derzeit in 45 Ländern zur Verfügung. Der "Trick" hinter dem Dienst: Der Nutzer erhält einen mobilen WLAN-Hotspot, der sich in die Mobilfunknetze von Partnerfirmen von Uros in den entsprechenden Ländern einklinkt.

    Zudem hat der Nutzer die Möglichkeit, eigene SIM-Karten in das System einzustecken und die entsprechenden Mobilfunk-Services zu verwenden. Gegen Zahlung einer Tagesgebühr kann der User pro Tag bis zu 1 GByte Daten über das Mobilfunknetz laden. An den Hotspot lassen sich bis zu fünf Geräte über ein Wireless LAN anschließen, etwa neben einem Notebook ein Tablet oder E-Book-Lesegerät.

    In 45 Ländern verfügbar

    Die SIM-Karten für den Internetzugang in Großbritannien, Italien, der Schweiz und Österreich sind in dem Goodspeed-System bereits vorinstalliert. Bei Bedarf kann der Anwender weitere Karten in den Hotspot einstecken. Insgesamt sind Slots für bis zu zehn SIM-Karten verfügbar.

    Uros Goodspeed - Mobile-Hotspot-PaketUros kooperiert mit Mobilfunkfirmen in derzeit 45 Ländern. Eine Karte, die den Abdeckungsgrad des Services aufzeigt, ist auf dieser Web-Seite der Firma zu finden. Gut sieht es in Europa, Teilen Asiens sowie Nord- und Südamerika aus. Dagegen finden sich in Afrika etliche "weiße Flecken". Speziell in Asien und dem Mittleren Osten wird der Dienst zudem über ein "erweitertes Partnernetz" angeboten. In diesem Fall muss der Kunde eigene SIM-Karten verwenden.

    Die Technik

    Zu den technischen Daten des Hotspots: Er ist mit Maßen von 123 mm x 63 mm x 13 m und einem Gewicht von 127 g durchaus tragbar. Viele Smartphones liegen in etwa in derselben Kategorie. In puncto WLAN unterstützt das Gerät die Standards IEEE 802.11 b, g und n. Das 5-GHz-Band (IEEE 802.11a) fehlt. Die WLAN-Verschlüsselung erfolgt zeitgemäß mittels WPA beziehungsweise WPA2.

    Zur Mobilfunkanbindung: Unterstützt werden Netze der Kategorie 2G, 2,5G, 3G und 3,5G mit den Frequenzbereichen 850, 900, 1800, 1900 und 2100 MHz. Die Uplink-Datenrate beträgt bis zu 21 MBit/s, beim Versenden sind es 5,76 MBit/s.

    Der Akku des Mobile Hotspot mit seinen 2550 mAH hält laut Uros bis zu acht Stunden durch. Ein USB-Ladegerät liegt bei.

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    Bild von Bernd Reder
    Bernd Reder ist seit über 20 Jahren als Journalist zu den Themen IT, Netzwerke und Telekommunika­tion tätig. Zu seinen beruflichen Sta­tionen zählen unter anderem die Fachtitel "Elektronik" und "Gateway".
    Bei der Zeitschrift "Network World" war Reder als stellver­tretender Chefredakteur tätig. Von 2006 bis 2010 baute er die Online-Ausgabe "Network Computing" auf.
    Derzeit ist Bernd Reder als freier Autor für diverse Print- und Online-Medien sowie für Firmen und PR-Agenturen aktiv.
    // Kontakt: E-Mail, XING //

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