Mobile Printing: Unter Android auf Epson-Printern drucken

    Mit der Android-App Epson Print Enabler von Epson können Nutzer von Smartphones und Tablet-Rechnern mit dem Betriebssystem Android von ihren Mobilgeräten aus Dokumente auf Epson-Druckern ausgeben. Nach Angaben des Herstellers funktioniert das bei 100 Drucksystemen und Multifunktionsgeräten von Epson. Eine Liste mit den kompatiblen Modellen hat Epson auf dieser Web-Seite hinterlegt.

    Die App ist kostenlos im Google Play Store erhältlich. Hier der Link zur Mobile-Printing-Software von Epson. Die App stellt über ein Wireless LAN eine Verbindung zu Epson-Druckern her. Eine spezielle Print-App ist nicht erforderlich. Von einem Android-System aus lassen sich E-Mails, Web-Seiten, Fotos und Dokumente in unterschiedlichen Formaten zum Drucker oder Multifunktionssystem übermitteln.

    Wichtigste Funktionen

    Die wichtigsten Features von Epson Print Enabler auf einen Blick:

    • Steuern der Druckaufträge via Smartphone und Tablet,
    • Auswahl von Druckoptionen wie Farb- oder Schwarz-Weiß-Druck, der Zahl der Kopien, des Papierformats, der Druckqualität oder der Duplex-Druckfunktion,
    • direktes Drucken aus allen Applikationen heraus, die eine Druckfunktion besitzen. Dazu zählen unter anderem die "Galerie"- oder "Fotos"-Order eines Android-Systems, der Browser Chrome, Google Mail /Gmail, Quickoffice und der Online-Speicherdienst Google Drive.

    Nur für Android 4.4 Kitkat

    Epson Print Enabler für AndroidEin kleines Manko ist, dass auf dem Android-Endgerät die Betriebssystem-Version 4.4 (Codename "Kitkat") installiert sein muss. Laut einem Beitrag auf der Android-Entwickler-Web-Seite hatte Kitkat Anfang Mai 2014 einen weltweiten Marktanteil von 8,5 Prozent. Die Vorgängerversion Jelly Bean (Android 4.1.x – 4.3) kam auf rund 61 Prozent.

    Selbst noch ältere Ausgaben von Android sind noch weit verbreitet. Gingerbread (2.3.3 bis 2.3.7) läuft noch auf 16,2 Prozent der Endgeräte, Ice Cream Sandwich (4.0.3 – 4.0.4) auf 13,4 Prozent der Android-Smartphones und –Tablets.

    Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Hersteller von Android-Geräten für ältere Systeme nur in begrenztem Maße Upgrades auf neue Android-Versionen anbieten. Damit wollen sie erreichen, dass die Anwender neue Geräte kaufen. Im Gegensatz dazu stehen für Apples iPhone und iPad über einen längeren Zeitraum neue Betriebssystemversionen zur Verfügung. Wie Microsoft dies bei Windows Phone handhabt, muss sich noch zeigen.

    Option: Custom-ROM installieren

    Android - Marktanteile der Betriebssystem-Versionen im Mai 2014Einen Ausweg für ältere Android-Systeme bietet die Installation eines Custom-ROMs wie etwa Cyanogenmod. Diese Android-Versionen lassen sich über die Original-Ausgabe der Software auf dem Smartphone oder Tablet "drüberbügeln". Cyanogenmod bietet beispielsweise auch für ältere Systeme von HTC und Samsung ein ROM mit Android 4.4 an.

    Allerdings ist das Aufspielen eines Custom-ROMs immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Schlimmstenfalls funktioniert das Gerät nach einer missglückten Installation nicht mehr. Zudem gehen dadurch alle Gewährleistungsansprüche verloren. Custom-ROMs sind daher vor allem für ältere Systeme eine Option, die in den Genuss neuerer Android-Versionen kommen sollen.

    Ein Tipp: In Ausgabe 12/2014 des Magazins c't des Heise-Verlags sind ausführliche Anleitungen enthalten, wie sich Custom-ROMs installieren lassen und welche Sicherungsmaßnahmen ein Nutzer zuvor ergreifen sollte.

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