Bitdefender prüft, ob iPhone-Apps auf private Daten zugreifen


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    Nach Angaben von Apple stehen im App Store des Unternehmens mittlerweile mehr als 500.000 Anwendungen ("Apps") zum Herunterladen bereit. Trotz der Qualitätskontrolle, die Apple durchführt, befinden sich darunter jede Menge Apps, die mit privaten und Geschäftsdaten auf einem iPhone alles andere als sorgsam umgehen, Stichwort mangelhafte Mobile Security. Einige sind mit Tracking-Funktionen ausgestattet, die den Aufenthaltsort des Nutzers nachverfolgen, andere greifen auf die Kontaktinformationen im Telefonbuch zu.

    Wer wissen möchte, was welche App "anstellt", kann dies mithilfe des Tools Clueful der IT-Sicherheitsfirma Bitdefender überprüfen. Clueful steht im Apple App Store zum Herunterladen bereit. Die Mobile-Security-App zeigt an, welche Funktionen und vor allem welche Zugriffsrechte Apps besitzen.

    Clueful überprüft, ob eine App

    • Bitdefener Cluefulden Aufenthaltsort des iPhones und damit des Users nachverfolgt,
    • die gespeicherten Telefonbuchkontakte lesen und weiterverwenden kann,
    • mithilfe von Flurry oder anderen Analyse-Tools die Nutzungsgewohnheiten des Users mitverfolgt und auf Basis der Resultate zielgerichtet Werbung einblendet,
    • unzulängliche Sicherheitseinstellungen verwendet, wenn sie auf persönliche Daten zugreift. Ein Beispiel: Solche sensiblen Informationen werden über unverschlüsselte Internet-Verbindungen übermittelt;
    • sich Zugriff auf Facebook-, Twitter oder Google-Log-in-Daten verschafft,
    • Telemetrie-Engines verwenden, die das Nutzungsverhalten über mehrere Applikationen zusammentragen und mit einer realen Identität, beispielsweise über das Facebook-Konto, verknüpfen sowie
    • GPS- (Global-Positioning-System-)- oder Audio-Services im Hintergrund betreibt, ohne dass der iPhone-Besitzer diese aktuell nutzt und damit die Akkuleistung verringern.

    Details und Preis

    Details zu den einzelnen Apps zeigt das Mobile-Security-Tool von Bitdefender in einer Listenansicht. Zusätzlich informiert die Software den Nutzer darüber, welche sinnvollen Funktionen eine App bietet, etwa eine verschlüsselte Datenübermittlung, und welche Features potenziell gefährlich sind. Zudem gibt Clueful Hinweise, ob sich unerwünschte Funktionen deaktivieren lassen.

    Die App kostet im App Store 3,99 Euro. Für den professionellen Einsatz eignet sich das Tools nur bedingt, weil es sich nicht zentral managen und auf iPhones aufspielen lässt. Daher richtet es sich in erster Linie an Privatanwender und Nutzer von iPhones in kleinen Unternehmen, die ihr Apple-Smartphones selbst administrieren.

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    Bild von Bernd Reder

    Bernd Reder ist seit über 20 Jahren als Journalist zu den Themen IT, Netzwerke und Telekommunika­tion tätig. Zu seinen beruflichen Sta­tionen zählen unter anderem die Fachtitel "Elektronik" und "Gateway".Bei der Zeitschrift "Network World" war Reder als stellver­tretender Chefredakteur tätig. Von 2006 bis 2010 baute er die Online-Ausgabe "Network Computing" auf.Derzeit ist Bernd Reder als freier Autor für diverse Print- und Online-Medien sowie für Firmen und PR-Agenturen aktiv.
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