Fujitsu entwickelt HTML5-Sicherheitsplattform für Smartphones

    Im Lauf des Jahres will Fujitsu eine Mobile-Security-Lösung für Smartphones vorstellen. Sie basiert auf HTML5-Apps und soll ein Bestandteil von Fujitsus Mobile-Enterprise-Application-Plattform werden. Das Verfahren zielt auf potenzielle Sicherheitsprobleme, die sich im Zuge des wachsenden Einsatzes privater Geräte in Unternehmen auftun: den Verlust von Geschäftsdaten durch Endgeräte, die sich nicht unter voller Kontrolle der IT-Administratoren eines Unternehmens befinden.

    Dies ist bei Systemen wie Smartphones und mobilen Rechnern der Fall, die User auf eigene Rechnung anschaffen und sowohl privat als auch geschäftlich nutzen. Sicherheitsrisiken durch solche Geräte lassen sich derzeit nur mithilfe von zwei Methoden reduzieren: Deren Einsatz wird schlichtweg verboten, was sich jedoch nur schwer umsetzen und überwachen lässt, oder es kommt eine Mobile-Device-Management-Software zum Einsatz.

    Business-Modus bei Einbuchen ins Firmennetz

    Bei Fujitsus Verfahren kommen zwei Komponenten zum Zuge: eine App auf dem Mobilgerät und ein Cloud-basierter Server. Dieser stellt E-Mail oder den Zugang zu Datenbanken über HTML5-Apps zur Verfügung. Die Sicherheits-App auf dem Smartphone erkennt automatisch, ob sich das Endgerät in Reichweite eines "zuverlässigen" Netzwerks befindet, etwa eines Firmen-WLAN. Dann erscheint auf dem Bildschirm des Geräts ein Home-Screen mit den Apps, die Zugang zu Firmeninformationen und IT-Services bieten, beispielsweise zu Unternehmens-E-Mails und einem CRM-System.

    Fujitsu - File-Transfer mittels ScreenshotDer Home-Screen lässt sich auch mittels NFC (Near Field Communication) aktivieren, einer Funkkommunikationstechnik für den Nahbereich, die auch für das Bezahlen mittels Handy eingesetzt wird. Das Endgerät wird in diesem Fall an einer NFC-Station vorbeigeführt und tauscht mit dieser Authentifizierungsdaten aus.

    Sobald die Verbindung zum Firmennetz abbricht, versetzt die Mobile-Security-App das mobile System wieder in den Zustand "private Nutzung". Nach Angaben von Fujitsu soll sich das Verfahren auch für Mitarbeiter eignen, die außerhalb eines Firmengeländes tätig sind.

    Sicherer File-Transfer mittels Bild

    Die Fujitsu Labs wollen die Sicherheitslösung auf dem Mobile World Congress im Februar in Barcelona präsentieren. Dort zeigen die Forscher noch ein anderes Verfahren. Damit lassen sich Daten mittels Screenshot von einem PC auf ein Mobilgerät übermitteln und umgekehrt.

    Zu diesem Zweck werden in die Daten, die auf dem PC oder Smartphone angezeigt werden, ergänzende Informationen eingebunden, etwa eine IP-Adresse, die Kennungen von WLANs (SSIDs) oder andere ID-Nummern. Dadurch ist sichergestellt, dass nur berechtigte Endgeräte miteinander Daten austauschen können.

    Ein Anwendungsfeld der Technik ist laut Fujitsu das Herunterladen von Unterlagen, indem die Teilnehmer eines Meetings Fotos der Präsentationen machen. Auch die Übermittlung von Bildern oder anderen Dateien von zwischen Endgeräten wie PCs, Smartphones und Tablets soll einfacher und vor allem sicherer vonstatten gehen. Wann die Technik in Produkten eingesetzt wird, ist noch unklar. Vorgesehen ist 2014.

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