GroundWork integriert Icinga 2 in seine Monitoring-Lösung

    GroundWork Open Source bindet das Open-Source-Monitoring-System Icinga 2 in seine eigene Monitoring-Lösung GroundWork Monitor ein. Damit setzt das amerikanische Unternehmen seine Strategie fort, bekannte Open-Source-Produkte mit eigenen Lösungen zur einem "Unified-Monitoring"-Framework zu kombinieren.

    GroundWork - Cloud HubNeben Icinga 2 unterstützt GroundWork über entsprechende Plug-ins weiterhin Nagios. Diese Software-Suite ist für die Überwachung komplexer IT-Infrastrukturen ausgelegt. Durch die Einbindung von Icinga will GroundWork eine bessere Skalierbarkeit und höhere Wartungsfreundlichkeit sicherstellen.

    Icinga 2 versteht sich als "Drop-in"-Ersatz für Nagios und Icinga 1. Ebenso wie Nagios ist die Software für ein verteiltes Monitoring von komplexen IT-Umgebungen ausgelegt. Die Lösung steht kostenlos als Open-Source-Software zur Verfügung. Ein zentrales Ziel des Projekts ist, Monitoring-Funktionen auf einfachere, intuitivere Weise bereitzustellen als beispielsweise Nagios.

    Einbindung in zwei Schritten

    GroundWork sieht eine zweistufige Integration von Icinga 2 vor. Zunächst kommt eine Icinga Bridge zwischen Icinga 2 und Cloud Hub zum Zuge. Cloud Hub ist der API Collector von GroundWork. Die Bridge stellt dem GroundWork-System die Konfiguration und Metriken von Icinga 2 zur Verfügung. Die Bridge wurde in dieser Woche auf der Open Source Monitoring Conference (OSMC 2015) in Nürnberg vorgestellt.

    Der zweite Schritt sieht eine direkte Einbindung von Icinga 2 in GroundWork Monitor vor, also ohne Einsatz der Bridge. Das Ziel ist nach Angaben des Anbieters, Nagios langfristig durch Icinga 2 zu ersetzen. Mit dem angestrebten Wechsel trägt GroundWork dem Trend in Richtung agentenloses Monitoring und API-basierter Integrationsmöglichkeiten Rechnung. Diese Anforderungen hätten durch die Virtualisierung von IT-Ressourcen an Bedeutung gewonnen.

    Zentrale Funktionen von GroundWork Monitoring

    Icinga 2 - Statusbericht Noch ein Blick auf einige der wichtigsten Funktionen von GroundWork Unified Monitoring. Mit der Software-Suite lassen sich die Performance von Applikationen überwachen. Treten Probleme auf, werden die entsprechenden Anwendungen und die Daten der damit verknüpften IT-Systeme auf einem Dashboard angezeigt. Das erleichtert die Suche nach Fehlerursachen.

    Mit der Lösung können Administratoren außerdem physische und virtualisierte Ressourcen, Container, Server-Systeme und Blades im Auge behalten. Das funktioniert auch mit Tausenden von Komponenten, sprich in sehr großen IT-Umgebungen. Auch Netzwerksysteme wie Switches, Router und Gateways werden erfasst. Dies gilt unter anderem für Software-Delfine-Networking-Komponenten (SDN), die auf den Spezifikationen des OpenDaylight-Konsortiums basieren.

    Storage-Systeme im Griff

    Auch ein Monitoring von Speichersystemen ist möglich, etwa der Storage-Kapazitäten und I/O-Leistung. Überwacht werden objekt- und blockorientierte Storage-Ressourcen sowie festplattenbasierte Speicher. Eine Aufstellung der Applikationen, Datenbanken, Netzwerkkomponenten et cetera, die sich mithilfe von GroundWork überwachen lassen, ist auf dieser Web-Seite zu finden.

    Die Unified-Monitoring-Software steht in zwei Varianten bereit: Als Cloud-gestützte Lösung und in einer Version, die Anwender im eigenen Rechenzentrum implementieren können. Preise teilt das Unternehmen auf Anfrage mit.

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