Nakivo B&R 7.4: Automatisches VM-Failover, Object Recovery für SQL Server, Bandbreitendrosselung

    Nakivo Backup & ReplicationNakivo gab die Version 7.4 von Backup & Repli­cation frei. Obwohl es sich dabei nur um ein Minor Release handelt, bringt es gleich mehrere interes­sante Neuerungen. Dazu zählt ein verein­fachtes DR von virtu­ellen Maschinen, erwei­terte Unter­stützung für SQL Server sowie eine flexi­blere Nutzung des Netz­werks.

    Rund fünf Monate nach dem letzten Release stellt Nakivo ein weiteres Update seiner Software vor, das mehr Neuerungen bietet als sein Vorgänger. Zu den wichtigsten Verbesserungen gehört die Möglichkeit, so genannte VM-Failover-Jobs einzurichten.

    Mapping von IP-Adressen für replizierte VMs

    Im Unterschied zur bloßen Replikation von VMs, die Nakivo schon lange bietet, lassen sich hiermit Netzwerk­regeln festlegen, die automatisch greifen, sobald eine VM in einem anderen Rechen­zentrum hochgefahren wird. Mit ihrer Hilfe können Admins ein Mapping für IP-Adressen erstellen und damit ein manuelles Anpassen der Netzwerk­einstellungen am Zielort vermeiden.

    Über Regeln lässt sich die Netzwerkkonfiguration von replizierten VMs automatisch anpassen.

    Ein weiteres neues Feature soll dafür sorgen, dass Backups oder die Replikation von VMs das Netzwerk nicht über Gebühr belasten. Wenn andere Anwendungen mehr Bandbreite benötigen, dann lässt sich der Datentransfer zum Repository auf Job-Ebene drosseln, indem der Admini­strator dafür einen Höchstwert eingibt, zum Beispiel 10 MB/s.

    Beschleunigter Item-Level-Restore

    Fortschritte macht die Backup-Lösung auch beim Wieder­herstellen einzelner Objekte. Das gilt zum einen für den neu eingeführten schnellen Restore von Dateien. Dieser erfolgt direkt aus dem komprimierten und dedup­lizierten Backups, ohne dass dafür erst die VM wieder­hergestellt werden muss. Dateien lassen sich dann an den Ursprungsort bzw. ein alternatives Verzeichnis zurückkopieren oder per Mail versenden.

    Zum anderen ist die Software nun in der Lage, einzelne Objekte von SQL Server zu restaurieren, und zwar ebenfalls direkt aus dem Archiv und ohne vorherige Wieder­herstellung der VM.

    Datenbanken oder einzelne Tabellen können mit Hilfe eines Assistenten an den ursprünglichen oder einen anderen Ort kopiert werden. Neu ist zudem, dass Nakivo die Logs von SQL Server nach einer erfolgreichen Sicherung kürzen kann.

    Neuerungen für Hyper-V

    In der Version 7.4 kommen darüber hinaus zwei neue Features für Hyper-V hinzu. Das eine hört auf den Namen Flash VM Boot und erlaubt das Starten einer virtuellen Maschine direkt aus dem Archiv. Dabei generiert die Software auf dem Ziel-Server einer VM ohne virtuelle Disks, und das Transporter-Modul präsentiert ihr anschließend die gesicherten Laufwerke über eine iSCSI-Schnittstelle.

    Flash VM Boot soll VMs unter Hyper-V in wenigen Sekunden direkt aus dem Repository booten.

    Die zweite neue Funktion erweitert die Verifizierung von Backups, welche gewährleistet, dass sich gesicherte VMs erfolgreich starten lassen. Reports solcher Über­prüfungen enthalten nun Screenshots der virtuellen Maschinen, aus denen hervorgeht, dass sie korrekt ausgeführt wurden.

    Schließlich ist Backup & Replication 7.4 nun in der Lage, seine eigene Konfiguration zu sichern, so dass beim Ausfall der Nakivo-VM nur die Anwendung neu installiert und die vorherige Konfiguration importiert werden muss.

    Systemvoraussetzungen und Verfügbarkeit

    Nakivo stellt auch die Version 7.4 in einer zeitlich begrenzten Testversion zur Verfügung. Sie läuft unter Windows sowie Linux und lässt sich auch auf NAS von QNAP oder Synology installieren. Die Software sichert VMs unter VMware vSphere und Hyper-V. Der Hersteller bietet zudem eine Free Edition an, die auf zwei VMs limitiert ist.

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