NAS-Server: Neue Modelle der "Celvin"-Serie für KMU von Fujitsu


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    Mit den NAS-Servern (Network-Attached Storage) der Reihe Celvin spricht Fujitsu in erster Linie kleinere und mittelständische Unternehmen an. Sie lassen sich beispielsweise als zentraler Speicher in virtualisierten Umgebungen einsetzen. Für diesen Ansatz spricht, dass damit ein "Patchwork"-Backup überflüssig wird, bei dem externe Festplatten an einen Windows- bzw. Linux-Server angeschlossen werden und als Speicher- sowie Backup-Medium dienen.

    Fujitsu Celvin NAS Q902 mit bis zu sechs HDDFujitsu hat die Celvin-NAS-Familie um drei Mitglieder erweitert. Das Spitzenmodell Celvin NAS Q902 sowie das NAS Q802 und das NAS QR802. Das "R" steht in diesem Fall für "Rack", sprich das System lässt sich in (Server-)Rack einbauen.

    Celvin NAS Q902 mit bis zu 18 TByte

    Zunächst zum Celvin NAS Q902. Es lässt sich mit bis zu sechs Festplatten bestücken und erreicht dann eine Gesamtkapazität von 18 TByte. In diesem Fall kommen 3-TByte-SATA-Platten (3,5 Zoll, SATA 6 GBit/s) zum Zuge. Ob auch die neuen 4-TByte-Modelle unterstützt werden, die ab 2013 auf den Markt kommen, war leider nicht in Erfahrung zu bringen. Es ist jedoch davon auszugehen. Alle Platten können im laufenden Betrieb ausgetauscht werden.

    Außerdem lassen sich in das Celvin NAS Q902 Solid State Drives (SSDs) integrieren. Das dürfte für einen NAS-Server allerdings eine extrem teure Variante sein und kaum nennenswerte Vorteile bringen, weil diese Systeme eher als "Massenspeicher" eingesetzt werden. Wer auf kurze Zugriffszeiten Wert legt, muss eh auf eine andere Architektur setzen, etwa ein Fibre-Channel-SAN.

    Weitere technische Details:

    • 2 Gigabit-Ethernet-Ports,
    • Zertifizierung für die Virtualisierungslösungen von Citrix-Xen, VMware und Microsoft (Hyper-V),
    • Support der RAID-Level 0, 1, 5. 5+HS, 6, 6+HS, 10, 10+HS sowie von JBOD (Just a Bunch of Disk),
    • integrierte Backup-Funktionen und Server für Backup, FTP, File, Print, Remote-Datenreplizierung, Web, Multimedia, MySQL, Radius, VPN et cetera,
    • 7 USB-Schnittstellen, davon 2 für USB 3.0, sowie zwei eSATA-Interfaces und eine – nicht aktivierte – HDMI-Schnittstelle, dazu VGA für Wartungszwecke,
    • iSCSI Target / Initiator,
    • Fail over, Lastausgleich (Load Balancing), Thin Provisioning und Remote-Replizierung von Daten.

    Als Prozessor setzt Fujitsu bei dem System einen Intel Atom D270x mit 2,1 GHz Taktfrequenz ein. Außerdem hat der Hersteller dem NAS-Server 2 GByte DDR3-RAM spendiert. Das System, wie bei Systemen in dieser Preis- und Ausstattungsklasse üblich, mit einem Lüfter bestückt.

    Fürs Rack: Celvin NAS QR802

    Fujitsu Celvin NAS-Server QR802 für RacksIm Server-Rack wird das QR802 installiert. Der NAS-Server hat bis zu 12 TByte Speicherkapazität, verfügt über zwei Gigabit-Ethernet-Netzwerkanschlüsse sowie einen Lüfter. Im Gehäuse mit 1 HE (Höheneinheit) haben vier SATA-Disks (2,5 oder 3,5 Zoll) oder SSDs Platz), alle "hot swappable".

    Es kommt dieselbe Atom-CPU von Intel wie im Q902 zum Einsatz. Der Arbeitsspeicher ist allerdings nur 1 GByte groß. Dafür sind aus Gründen der Redundanz zwei Lüfter vorhanden. Ansonsten entspricht die Ausstattung der des Celvin Q902.

    Celvin Q802 für zentrale Datenhaltung in KMU

    Fujitsu Celvin NAS-Server Q802Der kleinste im Bunde ist der Celvin Q802. Er eignet sich laut Fujitsu vor allem für die zentrale Datenhaltung in kleineren Unternehmen und für das Sichern von Daten. Das NAS-System bietet bis zu 12 TB an Speicherkapazität auf vier Festplatten und unterstützt sieben RAID-Level.

    Wie bei den anderen Systemen sind 7 USB-Schnittstellen vorhanden, davon zwei Mal USB 3.0, zwei eSATA-Interfaces und zwei LAN-Anschlüsse. Ebenso wie beim Celvin NAS Q902 ist beim Q802 ein Lüfter vorhanden.

    Blick auf die Preise

    Die NAS-Server Q902 und Q802 sind ab sofort verfügbar. Der Celvin NAS QR802 soll Ende Dezember 2012 auf den Markt kommen. Fujitsu gibt den Preis für das kleinste Modell Q802 ohne Festplatten mit 726 Euro an. Eine Recherche bei Fachhändlern ergab, dass ein voll bestücktes Q802 mit vier 3-TByte-SATA-Platten an die 1500 Euro kostet.

    Die Preise für ein Celvin NAS Q902 ohne Harddisks im Handel beginnen bei rund 950 Euro. Für die Variante mit sechs SATA-Disks (3 TByte) sind ab 1700 bis 1800 Euro fällig.

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