NAS: WD mit Windows-Storage-Server für kleine Unternehmen

    Der Markt für NAS-Systeme (Network-Attached Storage) ist hart umkämpft. Hersteller wie D-Link, Netgear, QNAP, Seagate, Synology, Thecus und WD liefern sich eine harte Konkurrenz. Für die Anwender ist das nicht schlecht, weil sich dadurch zum einen die Preise für solche Systeme in Grenzen halten und zum anderen genügend Alternativen für den Fall zur Verfügung stehen, dass Systeme eines Herstellers qualitativ zu wünschen übrig lassen.

    Western Digital - WD Sentinel DX4200 WD, altgedienten IT-lern besser unter Western Digital begannt, hat mit dem WD Sentinel DX4200 ein neues NAS-System für kleine und mittelständische Firmen vorgestellt. Es ist in erster Linie auf Windows-Umgebungen zugeschnitten. Das unterstreicht das Betriebssystem: Es handelt sich um Windows Storage Server 2012 R2 Workgroup.

    Auf Microsoft Technet ist auf dieser Seite eine gute Übersicht zu den Unterschieden zwischen der Workgroup-Version und der Standard Edition zu finden. Letztere ist deutlich besser ausgestattet. Sie unterstützt beispielweise Virtualisierung, Clustering und Datendedup­lizierung. Dies sind Funktionen, die Microsoft offenbar für kleinere Unternehmen nicht für wesentlich erachtet und bei der Workgroup-Ausgabe weggelassen hat.

    Bis zu 16 TByte Kapazität

    Der Prozessor des NAS-Systems von WD stammt von Intel: ein Dual-Core-Modell der Reihe Atom C2338.Das Sentinel DX4200 verfügt laut Handbauch über zwei Gigabit-Ethernet-Schnittstellen, vier USB-3.0-Interfaces, einen VGA-Port und zwei Stromversorgungen. Zudem stehen Slots für bis zu vier SATA-Festplatten im Format 3,5 Zoll zur Verfügung. Sie sind Hot-Swap-fähig, lassen sich also im laufenden Betrieb austauschen.

    Western Digital - WD Sentinel DX4200 - EinsatzHinzu kommen in der Basisversion 4 GByte RAM, die sich bis auf 16 GByte aufstocken lassen. Speziell in Umgebungen, in denen mehrere Clients regelmäßig den NAS-Server zugreifen, sind 8 GByte oder mehr auch angebracht.angebracht.

    Die Speicherkapazität des Systems hängt von den verwendeten Harddisks ab. Mit 2-TByte-Modellensind es maximal 8 TByte (4 x 2 TByte). Greift der Nutzer zu Festplatten mit 4 TByte Kapazität zurück, sie es analog 16 Terabyte. Für kleinere Unternehmen wie Handwerksbetriebe, Arztpraxen, Rechtsanwaltskanzleien oder Steuerberater ist das in der Regel mehr als ausreichend.

    Das DX4200 unterstützt die Dateiformate und Protokolle AFP, CIFS/SMB, NFS, HTTP, HTTPS und WebDAV. In dieser Beziehung unterscheidet sich das System somit nicht von Konkurrenten.

    Enterprise-Funktionen

    Wert legt WD bei dem System allerdings auf einige "Enterprise-Class"-Funktionen. Das sind unter anderem:

    • Die Verwendung von Festplatten der Enterprise-Kategorie: WD setzt beim Sentinel DX4200 Festplatten der Reihe SE ein. Sie sind für den Betrieb in Datacentern ausgelegt und daher "haltbarer" als Harddisks für PCs.
    • Redundante Netzwerkverbindungen: Die beiden Gigabit-Ethernet-Schnittstellen bieten ein Fail-over bei Ausfall eines Interfaces. Außerdem sind Lastausgleichsfunktionen vorhanden, die den Datenverkehr bei hoher Belastung auf beide Interfaces verteilen.
    • WD SmartWare Pro Backup: WD legt dem NAS-System eine Backup-/Restore-Software bei, die bis zu 25 Systeme im Netzwerk unterstützt. Damit können insbesondere kleinere Unternehmen Datensicherungen vornehmen.
    • Anbindung an die Small Business Cloud von WD: In dieser Cloud-Umgebung können Unternehmen unternehmenskritische Daten ablegen, Stichwort Disaster Recovery.

    Unterstützte Betriebssysteme

    Auf Seiten der Clients unterstützt das NAS-System die "üblichen Verdächtigen", also die 32- und 64-Bit-Versionen von Windows 7 und 8 sowie den Windows-7-Vorläufer Vista (mit Service Pack 2). Offiziell nicht mehr aufgeführt ist Windows XP. Bei Mac OS arbeitet das NAS-System noch mit der recht betagten Ausgabe mit dem Codenamen Leopard unterstützt, zudem mit alle folgenden Ausgaben der Systemsoftware.

    Bei Linux- und Unix-Systeme wird die Freigabe von Dateien unterstützt.

    Preis

    Der Speicherserver WD Sentinel DX4200 mit einer Speicherkapazität von 8 TByte kostet rund 1250 Euro 1.249. Die Version mit 16 TByte ist für circa 1.600 Euro (Listenpreis) zu haben.

    Keine Kommentare