Lancom Large Scale Monitor macht Netze transparent


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    Mit dem Lancom Large Scale Monitor (LSM) hat Lancom Systems ein Tool vorgestellt, mit dem sich Netze mit 25 bis 1000 Netzwerkkomponenten überwachen lassen. Damit eignet sich LSM in erster Linie für mittelgroße und größere Netzwerkumgebungen.

    Die Server-basierte Lösung erfasst WLAN-Access-Points, Controller, Switches und Router. LSM ist zwar vor allem auf das Monitoring von Systemen des Herstellers zugeschnitten. Allerdings erfasst die Open-Source-Software auch Systeme anderer Hersteller, inklusive Servern und Netzwerkdruckern. Eine Beschränkung auf Lancom-Systeme hätte den Nutzwert von LSM allerdings auch gar zu sehr eingeschränkt.

    Für die LSM-Installation ist eine bootfähige DVD verfügbar, die neben dem LSM auch eine angepasste Linux-Distribution enthält. Außerdem bietet das Unternehmen eine vorkonfiguriere virtuelle Maschine (VM) auf Basis von VMware mit dem Large Scale Monitor an.

    Lancom Large Scale MonitorLokalisierung von fehlerhaften Systemen mithilfe von Gebäudekarten

    Die Netzwerk-Monitoring-Software analysiert das Netzwerk und stellt dessen Struktur, inklusive der Netzwerk-Systeme, in Karten, Gebäudeplänen und Tabellen dar. Für jedes Gerät lassen sich spezielle Informationen abrufen, etwa die installierte Firmware, IP- und MAC-Adressen, physikalischer Standort, die aktuelle Auslastung et cetera.Außerdem ist der zentrale Zugriff auf alle Geräte über die Lancom-Webconfig möglich.

    Die User-Interfaces und Dashboard von LSM lassen sich an die Anforderungen einzelner Benutzergruppen anpassen. So steht Netzwerkbetriebs- und Supportteams eine Ordneransicht in Verbindung mit Gebäudekarten zur Verfügung, in welche die jeweils aktuellen Statusinformationen eingeblendet werden können. Das erleichtert die Suche nach Fehlern.

    Diejenigen Administratoren, die sich dagegen schwerpunktmäßig mit der Verwaltung mobiler Geräte wie Smartphones beschäftigen, können diese Systeme mithilfe spezieller Dashboards managen. Über die Konsolen werden auch Daten wie der Verfügbarkeitsstatus angezeigt

    Funkabdeckung von WLANs prüfen

    Lancom kommt ja bekanntlich aus der WLAN-Ecke, sprich der Hersteller bietet eine Reihe von Access Points, WLAN-Controllern und Adaptern an. Daher ist es nur folgerichtig, dass der LSM spezielle Funktionen enthält, etwa für das Erstellen einer Roaming-Historie für WLAN Stationen. Dadurch können beispielsweise Fehler in der Funkabdeckung identifiziert werden, die sich bei mobilen WLAN-Clients ansonsten aufgrund der typischen Datenerfassungsintervalle von 1 bis 10 Minuten nur schwer ermitteln lassen.

    Auch für die Überwachung von VPN-Verbindungen kann der Large Scale Monitor eingesetzt werden: Er listet alle vorhandenen VPN-Verbindungen und deren Status auf. Details zum LSM hat Lancom auf dieser Web-Seite bereitgestellt. Zum Preis: Dieser beträgt rund 2.360 Euro für die Version, mit der sich 25 Systeme überwachen lassen. Das ist relativ hoch. Zum Vergleich: Der PRTG Network Monitor von Paessler kostet in der Version mit 500 Sensoren rund 1178 Euro, mit 100 Sensoren 357 Euro.

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    Bild von Bernd Reder
    Bernd Reder ist seit über 20 Jahren als Journalist zu den Themen IT, Netzwerke und Telekommunika­tion tätig. Zu seinen beruflichen Sta­tionen zählen unter anderem die Fachtitel "Elektronik" und "Gateway".
    Bei der Zeitschrift "Network World" war Reder als stellver­tretender Chefredakteur tätig. Von 2006 bis 2010 baute er die Online-Ausgabe "Network Computing" auf.
    Derzeit ist Bernd Reder als freier Autor für diverse Print- und Online-Medien sowie für Firmen und PR-Agenturen aktiv.
    // Kontakt: E-Mail, XING //

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