Netzwerkanalyse: Sensor für PRTG überwacht kritische Prozesse


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    Um einen Sensor, der unternehmens­kritische Systeme und Prozesse überwacht, hat Paessler seine Netzwerk-Monitoring-Software PRTG Network Monitor erweitert. Der Business Process Sensor (BPS) fasst die Meldungen mehrerer Messpunkte (Sensoren) zusammen. Nur dann, wenn wichtige IT-Systeme und damit verbundene Applikationen anormale Werte aufweisen, erhält der Administrator eine Benachrichtigung, etwa wenn ein E-Mail-Server ausfällt.

    Der Vorteil eines BPS ist laut Paessler, dass IT-Abteilungen damit gezielt zentrale IT-Prozesse absichern können. Dazu werden alle IT-Infrastrukturkomponenten in die Überwachung mit einbezogen, von denen bestimmte IT-Services abhängen. Das können Switches, bestimmte Virtual Machines oder physische Server-System sein.

    Beispiel: Web-Seite

    Paessler PRTG Business Process Sensor: Einsatzbeispiel Web-Server, Load Balancer und Datenbanken.Wie das Ganze funktioniert, erläutert Paessler in diesem Beitrag in seinem Weblog am (ver­ein­fachten) Beispiel einer Web-Seite (siehe Grafik): Ein Load-Balancing-System verteilt Nutzer­anfragen auf vier Webserver. Diese werden wiederum von zwei redundanten Daten­banken mit Daten versorgt.

    Der Prozess besteht somit aus den drei Komponenten Load Balancer, Web-Server und Datenbanken. Zwei Komponenten sind redundant ausgelegt, sprich Datenbanken und Server.

    Das heißt, es könnten maximal drei Server und eine Datenbank ausfallen, ohne dass der Prozess und damit die Web-Seite nicht mehr verfügbar ist. Dementsprechend kann der Administrator festlegen, wann PRTG BPS eine Benachrichtigung ausgibt und wann eine Warnmeldung erfolgt. Fällt beispielsweise einer der vier Server aus, erfolgt "nur" eine routinemäßige Benachrichtigung; sind zwei Systeme nicht mehr verfügbar, wird eine "Error"-Meldung (Warnung) ausgegeben.

    Bessere Gewichtung von Vorfällen

    Paessler PRTG Business Process Sensor: Aufstellung der diversen StatusmeldungenEiner der größten Vorteile des PRTG-Business-Process-Sensors ist laut Paessler, dass die Rückmeldungen von PRTG-Sensoren kanalisiert werden. IT-Fachleute können Prozessen und damit verknüpften IT-Komponenten Prioritäten zuweisen.

    Entsprechend dieser Gewichtung werden Meldungen beziehungs­weise War­nungen ausgegeben. Dadurch können Admini­stratoren besser nach "wichtig" und "weniger wichtig" differenzieren und entsprechend des potenziellen Risikos für einen Prozess Maßnahmen einleiten.

    Ein Überblick über die Statusmeldungen von BPS und Beispiele dafür, wie sich Informationen unterschiedlicher Sensoren gewichten lassen, sind auf dieser Web-Seite von Paessler zu finden.

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    Bild von Bernd Reder

    Bernd Reder ist seit über 20 Jahren als Journalist zu den Themen IT, Netzwerke und Telekommunika­tion tätig. Zu seinen beruflichen Sta­tionen zählen unter anderem die Fachtitel "Elektronik" und "Gateway".Bei der Zeitschrift "Network World" war Reder als stellver­tretender Chefredakteur tätig. Von 2006 bis 2010 baute er die Online-Ausgabe "Network Computing" auf.Derzeit ist Bernd Reder als freier Autor für diverse Print- und Online-Medien sowie für Firmen und PR-Agenturen aktiv.
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