Huawei Enterprise mit Servern, Switches und WLAN


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    Jahrzehntelang waren es vorzugsweise US-Firmen, die zu den führenden Anbietern von Netzwerkausrüstung wie Switches und von Servern zählten. Doch das ändert sich. Mit Huawei Enterprise macht sich ein Unternehmen aus China auf, den deutschen Markt zu erobern.

    Huawei nutzte die CeBIT Anfang März, um etliche neue Produkte vorzustellen. Dazu gehörten die High-End-Switch-Familie S9700 (drei Modelle), die Mid-Range-Serie S5700-LI (acht Modelle) sowie sechs Tecal-V2-Server auf Basis von Intels Xeon-E5 -Prozessoren.

    Huawei: Switches der Reihe S5700 Zunächst zu den Switches. Die Geräte der Reihe S9700 und S5700-LI ergänzen die Palette der Netzwerkausrüstung, die Huawei für Campus-Netzwerke in petto hat. Die High-End-Modelle S9700 haben eine Switching-Kapazität von 320 GBit/s pro Slot und unterstützen 10- und 40-Gigabit-Ethernet. Diese Systeme sind im High-End-Bereich angesiedelt und eignen sich vorzugsweise als Backbone-Switches für den Aufbau einer Campus-Infrastruktur.

    Bis 48 Ports

    Im mittleren Leistungsbereich positioniert der Hersteller die S5700-LI-Switches. Leider stehen bislang keine Datenblätter der Systeme zur Verfügung. Die älteren S5700-Systeme sind je nach Modell mit 20 Ports (plus 4 Combo-Ports), 24, 44 (plus 4 Combo-Interfaces) oder 48-Gigabit-Ethernet-Ports bestückt. Bei der LI-Version dürfte das ebenso sein. Gleiches gilt für die Forwarding-Rate. Sie liegt beim kleinsten Modell bei 36 Millionen Paketen pro Sekunde (Mpps), bei größten Switch 132 Mpps.

    Eine Besonderheit der S5700-LI-Systeme sind laut Huawei die Energiesparfunktionen. So schalten sich ungenutzte Ports automatisch ab. Außerdem hat der Hersteller einen "Schlafmodus" implementiert. Beide Technologien sollen den Stromverbrauch um mehr als 40 Prozent reduzieren.

    Tecal-V2-Sever im Rack-Mount- und Blade-Formfaktor

    Die Tecal-V2-Serverserie besteht aus dem Rack-Mount-Server RH2288 V2 und den Blade-Server-Systemen BH622 V2 für E6000, XH620 V2 und XH621 V2 Nodes für den Data-Center-Server X6000. Hinzu kommen die Systeme der Reihe DH620 V2 und DH621 V2 Nodes für die kompakten Server der X8000-Serie. Alle Server lassen sich in Firmen-Rechenzentren und größeren Data-Centern einsetzen.

    Der RH2288 V2 mit einem Xeon E5-2600 lässt sich mit bis zu 768 GByte RAM ausstatten. Über eine Erweiterungskarte kann er statt mit einer Harddisk mit einem Solid-State-Drive (SSD) ausgerüstet werden.

    Die Blade-Server der X6000- und X8000-Reihe eignen sich für größere Rechenzentren. Bestücken lässt es sich das X6000 mit fünf unterschiedlichen Blades. Die Modelle in halber Baubreite sind mit Xeon-E5 der Reihe 1200 oder 2400 bestückt. Die größeren Versionen verfügen über E5-2600-CPUs. Zu den 8000er-Systemen waren auf der Server-Web-Seite von Huawei leider noch keine Informationen zu finden.

    Dies ist ein Punkt, den der Hersteller dringend ändern sollte: Interessenten, die sich für die Systeme von Huawei interessieren, müssen sich derzeit mühselig Informationen zu den jeweiligen Produkten zusammensuchen. Die deutsche Web-Seite ist noch im Aufbau und stellt nur rudimentäre Daten zur Verfügung.

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