opvizor: VMware-Analyse als Online-Service

    Die Schweizer icomasoft startet den Cloud-Service opvizor, der Log-Dateien und Diagnosedaten von VMware-Infrastrukturen über das Internet hochlädt und sie analysiert. Der Service soll Administratoren bei der Fehlersuche sowie der Problembehebung helfen und sie bei der korrekten Konfiguration der Systeme unterstützen.

    icomasoft reagiert mit opvizor auf die zunehmende Komplexität von virtualisierten Systemen, die eine Fehlersuche durch manuelle Auswertung von Log-Files oder das Aufdecken von Konfigurationskonflikten durch Studium der Einstellungen kaum noch erlauben. VMware selbst begegnete den gestiegenen Anforderungen durch die kürzlich Freigabe von vCenter Operations, das selbstlernende Analysefunktionen der akquirierten Firma Integrien enthält.

    opvizor soll dagegen seine Analysefähigkeiten verbessern, indem es als SaaS eine Vielzahl von Systemdaten seiner Kunden auswerten und damit seine Wissensbasis laufend ausbauen kann. Die von der Software hochgeladenen Log-Files sowie die Diagnoseinformationen, die mit vm-support erzeugt werden, sind dennoch nur dem betreffenden Kunden zugänglich und werden vom Service verschlüsselt abgespeichert.

    Der Abgleich von Kunden-Konfigurationen mit Best-Practices-Datenbanken von Online-Diensten dürfte zu den Diensten gehören, die angesichts einer steigenden Akzeptanz für ITSM aus der Cloud zuerst nachgefragt werden. Microsoft kündigte mit System Center Advisor einen ähnlichen für Windows Server und SQL Server an.

    opvizor gibt es in einer kostenlosen Version, mit der bis zu zwei ESX(i)-Hosts mit einem maximalen jährlichen Datenvolumen von 1 GB. Darüber hinaus kostet der Cloud-Service 1500 Euro pro Administrator und Jahr bei einer Obergrenze von 10 Hosts.

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