Paragon bringt Disaster Recovery für physische und virtuelle Server


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    Paragon Protect & Restore heißt die Disaster-Recovery-Software von Paragon Software, die jetzt in Version 3 vorliegt. Mit ihr können Administratoren physische und virtualisierte Server absichern, zudem Workstations. Das funktioniert derzeit im Zusammenspiel mit VMware ESX. In Kürze, so der Hersteller, wird die Software auch Microsofts Hypervisor Hyper-V unterstützen.

    Als Steuerzentrale dient eine zentrale Konsole. Dort erstellen und überwachen Admins Datensicherungs- und Archivierungs-Richtlinien und deren Umsetzung. Gut ist, dass für den Zugriff auf die Virtual Machines und deren Datenträger kein Agent installiert werden muss.

    Paragon Protect & Restore - EinsatzszenarioDas ist anders, wenn physische Server und Workstations sowie Gastsysteme anderer Hypervisors in dieselben Richtlinien eingebunden werden sollen. Dafür bietet Paragon einen speziellen Agenten zur Installation auf den Maschinen und zur Kommunikation mit der Protect & Restore-Infrastruktur an.

    Von einem bis 1000 Server

    Paragon Protect & Restore ist für IT-Umgebungen jeder Größe ausgelegt. Unterstützt werden nach Angaben des Unternehmens Netze mit einem Server bis hin zu 1000 Server-Systemen – auch in hybriden IT-Umgebungen. Der letztgenannte Punkt dürfte für viele Anwender besonders wichtig sein.

    Hauptzielgruppe der Software sind allerdings weniger Kleinunternehmen als vielmehr mittelständische und große Firmen. Eine Übersicht über Einsatzszenarien der Software hat Paragon auf dieser Web-Seite zusammengestellt (in Englisch).

    Unterschiede zu Hard Disk Manager

    Auf den ersten Blick weist Protect & Restore Ähnlichkeiten mit einem anderen Produkt von Paragon auf: Hard Disk Manager Premium (HDM). Allerdings gibt es doch gewichtige Unterschiede. So bietet HDM keine Recovery-Funktion für Virtual Machines an. Zu fehlt der Support von VMware CBT (Changed Block Tracking) und Paragon ITE (Image Transfer Engine).

    Erhebliche Einschränkungen im Vergleich zu Protect & Restore weist HDM auch in Bezug auf die Management- und Netzwerkfunktionen auf. So verfügt Protect & Restore über ein integriertes Load Balancing, eine Datenkompression und eine Bandbreitenregulierung, die den Bandbreitenverbrauch von Clients regelt, um die Quality of Service (QoS) zu garantieren. Auch die Windows-Power-Shell-Konsole steht nur bei der neuen Version der Disaster-Recovery-Software zur Verfügung.

    Daten zur Lizenzierung

    Zum Abschluss noch ein Blick auf die Lizenzbestimmungen. Berechnet wird die VMware-Version von Paragon Protect & Restore auf Basis von CPU-Sockeln. Keine Rolle spielt die Zahl der VMs und Hosts.

    Ein Beispiel: Ein Anwender betreibt 12 Virtual Server auf 3 Hosts, mit 4 Servern per Host. Ein Host läuft auf einer Maschine mit zwei CPU-Sockeln (beide bestückt), die anderen beiden Hosts sind auf zwei Systemen mit jeweils einem Socket implementiert. Das ergibt vier CPU-Sockets und somit auch vier Lizenzen.

    Bei Windows Server erfolgt die Berechnung auf Basis der physischen Maschine. Dasselbe Modell gilt für Windows-Workstations.

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    Bild von Bernd Reder
    Bernd Reder ist seit über 20 Jahren als Journalist zu den Themen IT, Netzwerke und Telekommunika­tion tätig. Zu seinen beruflichen Sta­tionen zählen unter anderem die Fachtitel "Elektronik" und "Gateway".
    Bei der Zeitschrift "Network World" war Reder als stellver­tretender Chefredakteur tätig. Von 2006 bis 2010 baute er die Online-Ausgabe "Network Computing" auf.
    Derzeit ist Bernd Reder als freier Autor für diverse Print- und Online-Medien sowie für Firmen und PR-Agenturen aktiv.
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